Comments for indiancomedian.com Blog http://indiancomedian.com/blog Blog for Tapan Trivedi. Funniest Indian I know !! Sat, 25 Mar 2006 07:51:19 -0800 http://wordpress.org/?v=2.8.4 hourly 1 Comment on We are pregnant now…… by Jimmy Turner http://indiancomedian.com/blog/2006/03/25/we-are-pregnant-now/comment-page-1/#comment-5 Jimmy Turner Sat, 25 Mar 2006 07:51:19 +0000 http://indiancomedian.com/blog/2006/03/25/we-are-pregnant-now/#comment-5 I am currently on a 3 night road trip w/ Tapan, working Nevada and Oregon. Not only will Tapan make a fantastic father, but he's also a HELL of a comic. Tonight, he ROCKED a crowd in Medford, and had them begging for more. It was an honor to share a stage with him tonight. I am currently on a 3 night road trip w/ Tapan, working Nevada and Oregon. Not only will Tapan make a fantastic father, but he’s also a HELL of a comic. Tonight, he ROCKED a crowd in Medford, and had them begging for more. It was an honor to share a stage with him tonight.

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Comment on 111955134369438253 by ganga http://indiancomedian.com/blog/2005/06/23/111955134369438253/comment-page-1/#comment-4 ganga Sun, 12 Mar 2006 20:16:00 +0000 http://indiancomedian.com/blog/2005/06/23/111955134369438253/#comment-4 hi tapan, lovely pic. nice to see that. would love to hear the audio too, preferably in your voice. best of luck and bi - gangadhar panday hi tapan, lovely pic. nice to see that. would love to hear the audio too, preferably in your voice. best of luck and bi – gangadhar panday

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Comment on About Relegion, Creationism , Evolution , Monkeys and Gods. by GPS Systems http://indiancomedian.com/blog/2005/06/23/about-relegion-creationism-evolution-monkeys-and-gods/comment-page-1/#comment-3 GPS Systems Mon, 06 Feb 2006 23:44:00 +0000 http://indiancomedian.com/blog/2005/06/23/about-relegion-creationism-evolution-monkeys-and-gods/#comment-3 Hey, you have a great blog here! I'm definitely going to bookmark you! I have a <a HREF="http://gps.everything-online.info/" rel="nofollow">gps comparison</A> site/blog. It pretty much covers gps comparison related stuff. Come and check it out if you get time :-) Hey, you have a great blog here! I’m definitely going to bookmark you!

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Comment on About Relegion, Creationism , Evolution , Monkeys and Gods. by Anonymous http://indiancomedian.com/blog/2005/06/23/about-relegion-creationism-evolution-monkeys-and-gods/comment-page-1/#comment-2 Anonymous Mon, 09 Jan 2006 02:42:00 +0000 http://indiancomedian.com/blog/2005/06/23/about-relegion-creationism-evolution-monkeys-and-gods/#comment-2 Kreationismus ist ein religiöser Fundamentalismus mit bigotten Wurzeln in England, der Begriff selber wurde um 1920 von Harold Clark geprägt. Die Kreationisten sehen den biblischen Schöpfungsglauben durch die Wissenschaften bedroht, jeder wahre Christ muss Darwins Evolution ablehnen. Die ohne Irrtümer und Widersprüche überlieferte Bibel ist die alleinige ewige Wahrheit und göttliche Offenbarung zugleich. Ihr Weltbild ist statisch und beliebig in die Zukunft fortzuschreiben. Die Erde ist immobil und flach (Hiob 9:6, 1.Sam 2:8, Psalm 104:5), Kontinente und Meere waren immer wie heute, alle Lebewesen wie von Gott geschaffen. Tiere sind immer nur ausgestorben, eine Evolution durch Anpassung und eine Artenabfolge ist absolut ausgeschlossen. Der Papst in Rom erklärt 1996 die Evolution als mit der Bibel vereinbar und zwingt die Kreationisten zu einem Rundumkrieg. Typische Auswirkungen sind wissentliche Falschaussagen, nicht existierenden Referenzen, Nennung von Autoren die nie etwas geschrieben haben, beliebige Aussagen als Tatsachen darzustellen, Zusammenhänge zu verdrehen, Behauptungen ohne jeden Beweis aufzustellen und Erkenntnisse der Wissenschaften zu leugnen. Kein Beitrag des „creation research“ ist bisher in einer wissenschaftlichen Zeitschrift von Rang publiziert worden (http://www.sciencedirect.com), wie George W. Gilchrist der Universität Washington nach Durchsicht von über Hunderttausend Veröffentlichungen feststellt. Als Ausweg aus diesem Dilemma versuchen die Kreationisten die Evolution als vage Theorie oder gar als Religion zu diskeditieren ganz im Gegensatz zu „creation research“ als „wahre Wissenschaft“. Zwar beklagt man wortreich abwertend die Missachtung der wissenschaftlichen Fachpresse, liefert aber keinerlei Beiträge von Format. Im Internet werben die Kreationisten intensiv für Bücher, Videos und natürlich Spenden (http://www.bible-infonet.org, http://www.creationists.org). Die Ausstrahlung auf über 20 Satellitenkanälen in Europa und 1700 Radiostationen in den USA ist nicht billig, muss sich aber offenbar lohnen. Es ist der Versuch das statische, aristotelische Weltbild des Altertums zu beleben und als Dogma gegen alle Fakten und wissenschaftliche Erkenntnis abzuschotten. Die perfekte Analogie zur Wertigkeit von Evolution und Kreationismus ist die von Astonomie und Astrolgie. Alle monotheistische Religionen pflegen das Existenz sichernde Dogma allein Gläubige werden gegen Gebühr gute Menschen, die Ungläubigen sind mit Feuer und Schwert auszurotten. Der Religionsfanatiker und Jurist C. Merl verkündet 2005 im SPIEGEL-Forum „die Einwohner von Sodom und Gomorra hatten gesündigt, waren für Gottes Experiment nicht mehr zu gebrauchen und deswegen zur Vernichtung freigegeben“. Auf dieser biblischen Tradition basierte der Rassenwahn der NAZI`s sowie die vielen Religionskriege des Mittelalters. Wer an die Bewegung glaubt ist gut, treu, edel, heldenhaft und spendet willig, die Nichtgläubigen sind dagegen als faule und verderbte Untermenschen zu vernichten. Hier schliesst sich der Kreis, im Museum des ICR (Institut of Creation Science, Californien) hängen Bilder von Hitler, Lenin, Stalin und Marx und werden dort als grosse Kreationisten verehrt. Abstammung und Genetik Das Mittel TAMIFLU (oseltamivir phosphate) der Firma Roche gegen die Vogelgrippe ist schnell wirkungslos geworden, einige der weltweit vorkommenden H5N1-Viren haben durch Mutationen bereits Resistenzen entwickelt. Von allen Primaten ist das Erbgut des Schimpansen dem des modernen Menschen mit 1,6 % Abweichung am nächsten, das ist weniger als zwischen Afrikanischen und Indischen Elefanten. Das Erbgut des Mammuts mit 13 Millionen Basenpaaren unterscheidet sich nur um 1,45 % von seinem afrikanischen Vetter, beide hatten vor 5 bis 6 Millionen Jahren noch einen gemeinsamen Urahn. Die 1997 und 2000 untersuchte mitochondriale Neanderthaler DNS war vor 500.000 Jahren noch gemeinsames Erbgut mit dem modernen Menschen (Homo Heidelbergensis). Dabei war der Neanderthaler nicht der dumme Wilde nach frühen Darstellungen, er hatte Werkzeuge, Kultur in Form von Schmuck und Grabbeigaben. In den vergangenen 50.000 Jahren haben sich etwa 1800 Genome oder 7% des menschlichen Ergutes verändert, diese Veränderungen stehen in Zusammenhang mit Lebenszeit, Nahrung, Fortpflanzung, Krankheitserregern und Funktion von Nervenzellen. Darwins Theorie ist allgegenwärtig, die unklare Einteilung in Mikro- und Makroevolution dient den Glaubensfantikern nur als beliebige Ausgrenzung. Der Archaeopteryx als wohl bestes Beispiel einer Übergangsform zwischen Reptil und Vogel wird natürlich negiert (Gish, ICR Impact September 1989). Nach Funden wie etwa in Mille/Äthiopien und Olduvai/Tansania gab es vor etwa 4,5 bis 7 Millionen Jahren einen aufrecht gehenden Affenmenschen als unseren Urahn und davon abstammend mindestens drei verschiedene Menschenarten, wobei die Abstammungslinie der vor wenigen Jahren entdeckten Flores Zwergmenschen noch unklar ist. Das Auftreten des modernen Menschen wie etwa als „Omo-1“ Fossile aus Äthiopien liegt nur 195.000 Jahre zurück, die erste Besiedlung Westeuropa mit England erfolgte schon vor 700.000 bis 850.000 Jahren. Durch einen vererbten DNA-Kopierfehler des Y-Chromosom der Männer konnte die Abstammung der Europäer, Asiaten und Nordamerikaner über 2.000 Generationen oder 500.000 Jahre zurück verfolgt werden auf einen noch in Kirgisen siedelnden Stamm. Biblische Überlieferung Der älteste erhaltene biblische Text ist die 7,5 Meter lange Jesajarolle aus Qumram, enststanden um 180 B.C. Weitere Texte des Tanach existieren nur in Fragmenten, andere Funde geben klare Hinweise auf verlorene Texte. Die Unterchiede zwischen den hebräischen Texten und der altgriechischen Septuaginta aus Alexandria sind ganz erheblich, Hauptgrund sind die fehlenden Vokale in Hebräisch, die nur durch Punkte über den Konsonaten markiert sind. Die Evangelisten haben ab 120 A.C. ihnen bekanntes Material und Mythen zusammengedichtet und nach bestem Wissen persönliche Akzente gesetzt, Wesentliches überhöht und Unverständliches erklärt. Der Sinflutmythos, die Altersanggaben sowie 5- und 6-stellige Kriegerzahlen (4.Mose 2, 2.Cr 26:12) sind Fehler oder Angeberei. Der Muslime Tharik hat 711 A.C. mit nur 8.000 Mann die Meerrenge von Gibraltar überquert und damit Spanien erobert. Eine Ernährung von Hundertausenden in einer Halbwüste mit steinzeitlichen Wildpflanzen und Grabstockbau ist faktisch unmöglich, mit dem Ackerbau wurde in Mesopotamien erst um 1100 B.C. begonnen. Ohne Dezimalsystem bei totalem Analphabetismus war Zählen über 100 reiner Zufall. Die Zahl NULL wird erst um 500 A.C. ins Zahlensystem eingeführt, Vorzeichen bzw. negative Zahlen noch viel später und haben Rechnen mit grossen Zahlen möglich gemacht. Die Summerer nutzten die NULL schon um 2500 B.C. als Schriftzeichen aber nicht im Zahlensystem. Die Entzifferung gelang Creswicke Rawlinson nach dem Fund der mehrsprachigen Behistun Inschrift im Jahre 1851. Man versuche nur ohne Dezimalsystem mit römischen Zahlen die Multiplikation LXIV * CXXVII = zu lösen. Enosch (Enoch) war im hebräischen Urtext 65 Jahre alt und über den altgriechischen Text in der Lutherbibel bereits 905 Jahre alt - typische Fehler aus Unfähigkeit. Die Auferstehung Christi als zentrales Dogma der Christenheit wird dazu gedichtet, im ältesten Text ist nur ein leerer Sarg erwähnt. Das Dogma der Dreifaltigkeit wird durch Bischof Athanasius aus dem Orient um 390 A.C. erfunden, davor existiert der Vers 1.Joh 5:7 nicht. Ähnlich ist es mit den heiligen 3 Königen und deren Namen. Im Mittelmeerraum gab es damals keine Äpfelbäume, die von Eva im Paradies gereichte Frucht der Erkenntnis war – wenn überhaupt - eine Feige. Die Teilung des roten Meeres durch Moses ist ein Übersetzungsfehler, im alten Text ist nur von einem Schilfmeer die Rede. Das Wort junge Frau (alma) im Syriacus Sinaiticus wird falsch als Jungfrau (bethulah) übersetzt und begründet den Marienkult, der 431 A.C. auf dem Konzil zu Ephesus vom heidnischen Kult um Ischtar, Aschera und Artemis kopiert wird. Auch andere Religionen überhöhen Personen gerne durch jungfräuliche Geburten. Die Sintflut wird vom Gilgamesch Epos (Schreiber Sin-leqe-uninni) kopiert, am Euphrat sind Überschwemmungen ein beinahe jährliches Ereignis. Dort war die Arche mit 3 x 3 Meter aus dem Holz der Hütte, die Flut dauert 7 Tage. Die Konzile von Laodicea (363 A.C) und Carthage (397 A.C) schliessen Bücher wie Offenbarung, Weisheit Tobit, Judith, und Makkabäer vollkommen aus. Weitere Texte unterschiedlicher Qualität über einen Messias und Gott in Aramäisch, Hebräisch und ab 400 B.C. in Altgriechisch wie das Nazaräer Evangelium, das Hebräer Evangelium, das Evangelium der Zwölf oder einzelne Jesus Logien werden ebenfalls nicht in die Bibel aufgenommen. Hauptstreitpunkt der frühen Konzile war, welche der vielen Texte von Gott inspiriert waren. Da es dabei um Macht und Pfründe ging, war Mord und Bestechung unter den Bischöfen der Konzile wie unter Papst St.Cyril üblich und schriftlich berichtet. Der 392 A.C. von Papst Damasus I beauftragte Vulgata-Verfasser Hieronymus warnte seinem Auftraggeber in den vielen differierenden Quellen wäre schwerlich die Wahrheit anzutreffen. Es dauert noch weitere 500 Jahre, bis seine Vulgata die sehr kurze Bibel Vetus Latina ablöst. Nach der Erhebung zur Staatsreligion 380 A.C. vernichtet die römische Amtskirche systematisch alte urchristliche Texte sofern sie damaligen Dogmen zuwider laufen wie etwa die Schriften des „Origenes“ oder die Bibliothek in Alexandria. Die Vulgata wird 1590 A.C. unter Papst Sixtus V. als authentische Bibel „Editio Sixtina“ revidiert und kirchenamtlich für fehlerlos erklärt. Sie war voller Fehler, wurde notgedrungen unterdrückt und 1592 A.C. unter Papst Clemens VIII durch die fehlerlose „Editio Clementina“ ersetzt. Auch sie enthielt viele Fehler und wurde erneut ersetzt. Die Rede von einer gefälschten Bibel ist weitaus zutreffender als die Behauptung des Gegenteils. 1199 A.C verbietet Papst Innozenz jegliche Lektüre der Bibel in privaten Zusammenkünften. Wieso die Bibel auf der Synode von Tarragona 1234 A.C auf den Index kommt, deren Besitz bis 1478 A.C. sogar mit dem Tode bestraft wird, ist mit göttlicher Offenbahrung der ewigen Wahrheit unvereinbar. Ähnlich erging es 1383 A.C. dem als Ketzer veruteilten John Wyclif, dessen englische Vulgata Übersetzung verboten wird. 1979 wird die Bibel als Nova Vulgata neu verlegt. Dabei bleibt Vers 1.Tim-4 erhalten, der all jene als Heuchler und Lügenredner bezeichnet, die Ehe und bestimmte Speisen verbieten. Offenbar haben das Papst Benedikt VIII und Kaiser Heinrich II nicht gelesen, als sie 1022 A.C die Heirat für alle Priester endgültig untersagen. Wer also die Bibel unabdingbar als ewige Wahrheit definiert, der sollte vorher sagen welchen der vielen Bibeltexte er damit meint. Religiöser Fanatismus und seine Auswirkung Besonders in den USA resultiert religiöser Fanatismus in Absurditäten wie 1925 der „Affenprozess“ gegen den Lehrer Scopes, der trotz Verbot Darwins Evolutionslehre unterrichtet und verurteilt wird. In Kansas verliert Biologielehrer Stan Roth seinen Job, er weigert sich den unwissenschaftlichen Text der Genesis zu unterrichten. Daraufhin machte die Schülerin Anna Harvey Front gegen den Pädagogen, der nach 40 Jahren Schuldienst gefeuert wird. In den USA wird 1963 mit dem Murray vers. Curlett Fall das Beten und Lesen aus der Bibel an den Schulen verboten, 1986 erfolgt die Trennung von Kirche und Staat mit dem Verbot Religion zu unterrichten. Daraufhin betreiben die Kreationisten „Intelligent Design“ unter dem Deckmantel einer Wissenschaft ohne Reizworte. Diese Wissenschaft beruht auf strengster innerer Redlichkeit, die Herkunft und Entwicklung des Menschen durch den „Creator“ ist zweifelsfrei gegeben und wissenschaftlich niemals zu beweisen. Ziel und Zweck ist es den ersten Zusatzartikel der US-Verfassung zu unterlaufen und Religion als Wissenschaft getarnt wieder im Schulunterricht zu etablieren. Die kalifornische Schulbehörde wird in den 90er Jahren zu 225,000 US$ Strafe verurteilt, weil sie dem ICR die Wissenschaftlichkeit abspricht. 1995 werden Schulbücher in Alabama mit Stickern beklebt, nach denen die Evolution "eine umstrittene Theorie ist, die nicht als Tatsache angesehen werden darf". In Kentucky müssen Buchseiten zum Thema "Urknall“ überklebt werden, In Louisiana und Arizona müssen Lehrer vor Lektionen über Darwins Lehre Warnungen verlesen. In Dover County wird Biologie nur noch mit Warnhinweisen verabreicht, die Evolutionslehre sei nur eine mit "Lücken und Problemen behaftete Theorie“. Als besonderer Erfolg zählt 1999 das Verbot durch die Schulbehörde von Kansas im Unterricht Evolution und Urknall in staatlichen Leistungsprüfungen abzufragen oder gar zu erwähnen. Im November 2005 ändert die Schulbehörde von Georgia im letzten Moment eine Beschlussvorlage, wonach der Begriff Evolution und Erkenntnisse wie das Erdalter oder die Plattentektonik aus dem Unterricht gestrichen werden. Ein Gesetzentwurf in Missouri bedingt ab 2006 solche Lehrer zu feuern, die Evolution und „Intelligent Design“ im Unterricht nicht gleichwertig behandeln. Wenn Gerichte darüber entscheiden müssen welches Wissen richtig oder falsch ist, dann degeneriert die Wissenschaft letztendlich zur Ansichtssache. Etwa 55% aller Amerikaner glauben an die biblische Schöpfung und nur 35% halten die Evolution für wissenschaftlich fundiert. Dabei sind Frauen, Republikaner und Ungebildete wesentlich bigotter als Männer, Demokraten und Gebildete, ein klarer Beleg für das miserable Bildungsniveau. Bigotte Studenten mit Schmalspurwissen und Aberglauben haben grosse Probleme an privaten Eliteuniversitäten wie Harvard, Stanford und Princeton. Für Wissenschaftler ist das Leugnen von Fakten und Erkenntnissen fatal für die Karriere und nicht durch schlichte Einfalt kompensierbar. Niemand kann einen Dipl. oder Dr. Grad erreichen mit der Aussage, alle Sedimete und Fossilien der Erde entstanden nur während der wenigen Sintflutmonate. Kongressmitglieder wie William J. Bryan und Tom Delay behaupten Darwins Lehre sei schuld am Drogenproblem, der Kriminalität, an Millionen Toten der Weltkriege, den Schiessereien in den Schulen und dergleichen Übel mehr. Dagegen steht Kreationismus für „gute Regierung“ wie etwa bei R. Nixon, „echtes Familienleben“ und „wahre Wissenschaft“. Ob die gerichtsnotorische Geldwäscherei des Tom Delay auch dazu gehört, bleibt vollkommen offen. Dr. John Morris vom ICR gibt in einer Publikation der Evolutionstheorie die Schuld am Rassenhass sowie der Rassentrennung und übersieht dabei bewusst, dass die frommen Pilgerväter in Amerika bereits Sklavenhandel betrieben lange vor Darwins Reise auf der Beagle. Kreationismus als ideologische Doktrin duldet keinerlei kritische Betrachtung seiner Kernthese, bietet aber für alle Fragen einfachste Denkmodelle und ist damit auch dem schlichtesten Einfalltspinsel vermittelbar. Diese Vorgehensweise ist typisch für Sekten und Pseudowissenschaften, deren Anhänger noch nie zur geistigen Elite gehörten. Die Kreationisten folgen dabei zwanghaft ihrer schwarz-weiss Ideolgie sie allein sind die aufgeklärten Guten, die Anderen sind immer nur dumme Ignoranten. Bekanntester Vertreter dieser schlichten Einfalt bei reduziertem IQ ist Präsident Georg W. Bush jun, der im August 2005 an allen Schulen Unterrichtung von „intelligent design“ gleichwertig zusammen mit der Evolutionslehre fordert. Nach richterlichem Urteil ist das ein klarer Verstoss gegen die US-Verfassung und geltende Gesetze. Sein Vorgänger Ronals Reagan stand ihm nur wenig nach, vor politischen Entscheidungen suchte er einen Wahrsager auf. Mit 135 Millionen US$ an Zuschüssen wurde eine Warnschrift an den US-Schulen verteilt, nach der Mädchen schwanger werden wenn sie Jungen in den Schritt fassen, AIDS wird nur durch Berührung übertragen und Kondome führen in 30% der Anwendung zur Schwangerschaft (in Realität 2%). Aus den „Science and Engineering Indicators 2002“ der „National Science Foundation“ geht klar hervor, dass wesentliche Teile der US-Bevölkerung unfähig sind zwischen Wissenschaft und Pseudowissenschaft zu unterscheiden. Obwohl diese Leute vorgeben sich für Wissenschaft und Technik zu interessieren, leitet sich daraus keine vertiefte Kenntnis ab. Nur 54% der Befragten wusste, dass die Erde 1 Jahr benötigt die Sonne zu umkreisen. Nach einer Gallup Umfrage von 2004 glauben 45% aller Amerikaner Gott hat die Menschen in den letzten 10.000 Jahre zusammen mit den Dinosauriern erschaffen. Die Herausgeber der 1563 US-Tageszeitungen sind zu 49 % überzeugt Menschen und Dinosaurier lebten zusammen auf der Erde. Nur 1/3 der US-Bevölkerung ist geistig fähig einfache wissenschaftliche Analysen wie etwa einen Dreisatz zu begreifen. Zu dieser schlichten Einfalt passt, dass 7% der Amerikaner totale Analphabeten sind mit 48% als Spitzenwert für die Stadt Detroit, weitere 8% können gerade mal den eigenen Namen schreiben. Das Bildungssystem der USA ermöglicht Kindern reicher Eltern eine Spitzenausbildung an privaten Universitäten, die grosse Masse wird dagegen in erbärmlicher Weise abgefertigt. Das Unterrichtsmaterial ist von miserabler Qualität und unterliegt ausserdem dem Einfluss selbsternannter lokaler Grössen einer mächtigen Schulbehörde, was Verirrungen wie „intelligent design“ überhaupt erst möglich macht. Kreationistische Argumente Die modernen Datierungen von Fossilien durch den Zerfall von Nukliden mit Halbwertzeiten von 1.000 bis zu Milliarden von Jahren, durch Dendrologie, durch Kalkbildung in Sedimenten, durch Nachweis seltener Spurenelemente, durch Röntgen Luminizens, durch Eisbohrkerne aus Grönland und der Antarktis mit bis zu 650.000 Jahresschichten, durch eingeschlossene perfekt erhaltene Insekten und Samen im Bernstein mit bis zu 40 Millionen Jahren sind für Kreationisten alle falsch. Als pseudowissenschaftliche Begründung muss jede Uhr eine Feder haben, die immer wieder aufgezogen werden kann. Hätte die Erde ein Alter unter 10.000 Jahren, dann müssten auch die schnell zerfallende Nuklide nachgewiesen werden können, aber nichts dergleichen. Bei grosser Sorgfallt mit der Probenentnahme bietet jedes Nuklid nur einen begrenzten Zeitrahmen an verwertbaren Ergebnissen, was Kreationisten nutzen bestimmte Messungen zu diskreditieren. Die C-14 Methode mit einer Halbwertzeit von 5730 (+-40) Jahren eignet sich bestens für einen Altersbereich von 1.000 bis 60.000 Jahren, mittels Massenspektrometrie wird dazu der noch verbliebene C-14 Anteil in Relation gesetzt. Der Anteil von Hafnium-182 im Mondgestein mit 9 Millionen Jahren Halbwertzeit reicht gut für ein Erdalter von etwa 4.5 Milliarden Jahren. Die Erklärungsversuche für eine biblisch jungen Erde wie Verlust von Sonnenmaterie, Ansammlung kosmischen Staubs, Änderung des Mondabstandes, Linksdrehung von Monden, Ausdehnung von Sternenhaufen, Existenz der Saturnringe, Auskühlung von Saturn und Jupiter, Heliumgehalt der Athmosphere, Abfall des Erdmagnetismus, Lavamassen der Erde, Mineralgehalt der Meere, Artenschöpfung in Grundtypen usw. sind alle widerlegt. Viele dieser Erklärungen extrapolieren bekannte Messungen der letzten Hundert Jahre auf einen Zeitraum von Millionen oder Milliarden Jahre, statistisch totaler Unsinn. Ein weiteres Argument der Kreationisten ist die Komplexität des Menschen, es wäre unmöglich die Evolution zu wiederholen und den Menschen neu zu erschaffen. Das zeigt wie sehr die Kreationisten im biblischen Anspruch gefangen sind, der Mensch als Ebenbild Gottes steht über der Natur (Dr. Morris, Scientific Creation 1974). Die Evolution kann jederzeit wiederholt werden, allerdings gäbe es bei der Vielzahl von Katastrophen und Zufällen ein ganz anderes Ergebnis als einen gottgleichen Menschen. Fossilien in geologischen Schichtungen wie die Dinosaurier wurden von Gott angelegt um uns zu verwirren und unseren Glauben zu prüfen. In der Bibel gibt es keine Dinosaurier. Wenn Fossilien von Saurier nur in bestimmten geologischen Schichten vorkommen, hat das nichts mit deren Aussterben vor 65 Millionen Jahren zu tun, sondern ist nach „EVOLUTION FACTS INC, Tennessee“ darauf zurückzuführen, weil sie sich schneller laufend als andere vor der Sintflut retten wollten. Versteinerte Fussspuren in Glenn Rose und Antelope Springs dienen den Kreationisten als Beweis für die gemeinsame Existenz von Mensch und Saurier. Eifrige Kreationisten haben bei Versteinerungen im Paluxy-River mit Hammer und Meisel nachgeholfen. Die Dinosaurier sind nach der Sintflut ausgestorben, weil auf Jahrzehnte Vulkanismus jegliche Sonneneinstrahlung blockierte. Wie 100 Millionen Arten und Menschen das überlebt haben, wird von den Kreationisten nicht verraten. Das Licht von Milliarden Lichtjahre entfernter Sterne erreichte die Erde sofort, weil Gott es am ersten Tag schuf, obwohl er dabei Licht strahlende Objekte wie Sonnen und Sterne vergass. Gottes biblisches Licht älter als 6.000 Jahre ist nur ein Video und kann nicht wirklich untersucht werden. Dr. Russell Humphreys vom ICR ändert mit von ihm postulierten „weissen Löchern“ des Universums Einsteins Relativitätstheorie dahingehend ab, dass die Lichtgeschwindigkeit kein konstanter Wert ist, Millionen Mal grösser sein kann und alle auf Einsteins Theorien basierende Erkenntnisse falsch sind. Die Begründung des Dr. R. Humphries hat viele Sach- und Rechenfehler. Diese Pseudowissenschaftler fahren gleichzeitig mit GPS-Navigation spazieren, obwohl das GPS-System ohne Einsteins Formeln und Physik keine brauchbaren Ergebnisse liefert. Denn Gott korrigiert die Ergebnisse rechtzeitig. Der Beweis einer weltweiten Sintflut als historischer Fakt ist Gottes Wort. Keinem geologischen Fakt, keinem historischem Fossil und keiner wissenschaftliche Erkenntnis kann erlaubt werden über dem geschriebenen Wort zu stehen (Dr. Morris 1970). Wegen der erdnahen Schöpfung des Lichts gab es Pflanzen auf der Erde lange bevor die Sonne schien, die je nach Dogma einen Tag oder Äonen durchgehalten haben. Die Krater von Mond und Mars und die Ringe des Saturn sind aus dem ewigen Kampf zwischen Satan und dem Erzengel Michael (The Remarkable Birth of Planet Earth, Dr. Henry Morris, ICR). Das ist Kaffeesatz lesen auf dem Niveau von Spiderman. Seitdem das ICR sogar Doktortitel als „Kämpfer für das Christentum“ vergeben kann, ist auch ein Titel für Dr. Donald Duck denkbar. Pseudowissenschaft des „Creation Science“ Der ICR Kreationist Dr. Richard Bliss hat einen Titel der „University of Saritosa“, eine Titelschmiede für beliebige Diplome, die aus einem Hotelzimmer besteht. Der ICR Mitbegründer Dr. Kelly Segraves hat einen Dr. der Christian University und einen Master der Sequoia University. Beide Bildungsstätten existieren überhaupt nicht. Der ICR Mitbegründer Dr. Harold Slusher hat einen nicht anerkannten Titel der Columbia Pacific University und einen Ehrendoktor der Bibelschule Indiana Christian University, auf die Titel musste er verzichten. Der ICR Kreationist Dr. Cliffort Burdick hat einen Titel der University of Physical Sciences in Arizona, die nur aus einem Postfach besteht. Der Kreationist Dr. Carl Bauw hat seinen Titel von der nicht anerkannten Bibelschule College of Advanced Education, Rev. Dr. Dr. Dr. Dr Carl Baugh hat seine Titel an Bibelschulen und durch Lesen von Sears-RoebackTiteln erworben, aber nicht durch ein Studium an einer Universität. Das sind die herausragenden Wissenschaftler des ICR und des Creation Science, entsprechend sind die Resultate - bullshit. In den USA kann jeder eine Postfach-Universität gründen und einen lukrativen Titelhandel starten, dazu gibt es viele e-mail Angebote. Auf seinem Wissensstand erklärt Dr. Baugh auf Seminaren wie die Sonne um die Erde kreist, immerhin hat er beim Bildungsniveau der Amerikaner 120 Milliionen potentielle Zuhörer Bei einem etwa Millionen fachem Erdvolumen wären die Fliehkräfte der Sonne nicht zu beherrschen, es sei denn Gott hat die Erde irgendwo fest angenagelt. Nach den Gesetzen der Himmelsmechanik wäre der gemeinsame Schwerpunkt von Erde und Sonne, um den sich das System dann dreht, noch weit innerhalb des Sonnenradius. Scharlatanerie gab es schon in der UDSSR unter Stalin mit der Vererbungslehre von Trofim D. Lyssenko, für den Gene und Erbanlagen „unsozialistisch“ waren, somit nicht existentierten und die Vererbung nur durch Erziehung und Zucht erfolgte. Zu seinen glorreichen Erkenntnissen gehört es Pfirischbäume in Kühlhäusern an die Kälte zu gewöhnen und in Sibirien Pfirsichplantagen anzulegen. Das hat in der UDSSR Millionen Hungertote gefordert, die politische Führung wurde gezielt mit gefälschten Statitstiken abgespeist. Das ICR verzichtet inzwischen bewusst auf die eher peinliche Feldforschung. Die Wissenschaftler Edgar Hare und Richard Ritland des ICR schlossen 1957 ihren Bericht mit der Erkenntnis, dass das Alter der Fossilien wesentlich grösser ist als die Vorgaben des ICR, die Fakten damit nicht in Zusammenhang stehen und keine geologischen oder paläontologischen Beweise für eine weltweite Flut existieren. Wenige Jahre später kamen die Biologen des ICR Carl Krekeler und William Bloom von der Valparaiso Universitä Indiana zu der Erkenntnis, das genetische Merkmale zwischen Wirbeltieren sowie Säugetieren und Schlangen mit einer Evolution innerhalb fest gegebener Rassen nicht erklärbar sind. Nach 30 Jahren intensiver Forchung hat das ICR nicht einen einzigen Beweis seiner Thesen vorgelegt und beschränkt sich aufs Negieren wissenschaftlicher Aussagen zur Evolution der Arten. Dafür hat 1981 ein Dr. Norman Geisler im Fall US District Court Mc.Lean v. Arizona unter Eid ausgesagt, dass fliegende Untertassen ein sicherer Beweis des Teufels sind. Der hat nach Dr. Morris vom ICR schon beim Turmbau zu Babel Nimrod die Evolutionstheorie gegeben. Mit dem Aufkommen der Evolutionstheorie wurde die Wissenschaft zum Feind des Christentums, nur die „wahre Wissenschaf“t ist korrekt und beinhaltet eine Gott verherrlichende Position (Dr. Morris, Acts and Facts 1995). Auf dieser Basis erübrigen sich alle Versuche die Glaubensinhalte der Kreationisten rational erklären zu wollen, trotzdem wird mit missonarischem Eifer die öffenliche Diskusions gesucht. Nur so kommt man an das Geld einfälltiger Menschen. Wen wundert es, wenn solche Fanatiker ihre Mitmenschen für ein Dogma auf dem Scheiterhaufen rösten in der festen Überzeugung damit Gott gefällig zu sein. Bibeltexte und Geschichte Man darf die alten Bibeltexte von Genesis und Sintflut nur im Kontext mit dem damaligen Weltbild interpretieren. Die Erdenscheibe steht auf Säulen im Urmeer, darüber sind die Firmamente wie Käseglocken gestülpt und die Himmelskörper daran aufgehängt. Zur Sintflut hat Gott die Bodenventile (Moses 7:11) geöffnet und die Erde ist im Urmeer versunken. Danach tauchte sie wieder auf und alles Leben der Erde ausgenommen auf Noahs Arche war vernichtet. So erklären die Kreationisten auch die Milliarden an Versteinerungen von Meerestieren in den Wüsten und auf Bergen wie auf dem 700 m hohen Zentralplateau von Saudi Arabien, der Sahara, in Patagonien und in vielen Hochgebirgen, alle sind während der Sintflut entstanden. Der Grieche Erathostenes (275 – 194 B.C. aus Kyrene) hatte den Umfang der runden Erde fast genau berechnet, einen Kosmos mit Kugeln als Planeten postuliert und einen Sternenkalender mit 675 Positionen erstellt. Er war der dritte Bibliothekar der von Ptolemaios gegründeten Bibliothek in Alexandria. Die Verbreitung derartiger Erkenntnisse war mangels Druck- und Kopierverfahren extrem gering, nur ganz wenige Menschen konnten lesen, noch viel weniger konnten schreiben und kaum jemand hatte genug Vermögen sich die sehr teuren Abschriften zu leisten. Schriften des Mathematikers Archimedes (287 – 212 B.C aus Syrakus, Sizilien) sind uns nur bekannt, weil die sehr kostbaren Folianten gereinigt und mehrfach beschrieben wurden. Vieles von dem wenigen Wissen ging durch den Brand der ersten Bibliothek in Alexandria im Jahre 48 B.C. verloren, den römische Legionäre gelegt haben. Die wieder aufgebaute Bibliothek wurde 391 A.C. von den Christen der Amtskirche in Rom zerstört, damit die Erde auf Ewig eine flache Scheibe bleibe. Ob seine Sprache überhaupt diverse Dingen unterscheiden kann, bestimmt offensichtlich wie der Mensch die Realität seiner Umwelt wiedergibt. Keine Sprache kennt Begriffe für Dinge, die in Umwelt, Wissenschaft und Mythologie nicht vorkommen. Sprache dient der Kommunikation zwischen den Menschen. Ein Paradies-Einsiedler wie Adam erfindet keine Millionen Namen für Tiere und Dinge, mit wem sollte er sich austauschen. Wenn Nostradamus (1503 – 1566 A.C. Michel de Notredam) in seinen Alpträumen wirklich Flugzeuge, Panzer und Raketen gesehen hat, mit welchen Worten hätte er seine Mitmenschen warnen können ohne der heiligen Inquisition aufzufallen. Bei Klartext hätte man ihn umgehend auf dem Scheiterhaufen verbrannt, vielleicht zusammen mit dem Teufelswerk des Eier legenden Hahns der Stadt Basel. Die belgischen Flamen haben eine eigene Kommissionen, um ihren alten holländischen Dialekt durch Kunstworte etwa für Atomspaltung, Computer und Relativitätstheorie auf „modern“ zu trimmen. Es gibt heute noch Indianerdialekte wie den der Piraha, die keine Zahlworte kennen und in deren Begriffswelt Vergleiche wie etwa „mehr als“, „weniger“ unbekannt sind. Menschen und Tiere auf der Unterseite einer Kugel mit dem Kopf nach unten hängend, so etwas gibt es nicht. Was konnte ein schreibender religiöser Eremit im Zweistromland über Ebbe und Flut wissen, über Seebeben, Vulkane, Zyklone, Gletscher, die Eiskappen der Pole, die langsame Versalzung von Kulturland, die Jetströme der Stratosphäre usw. Was könnte er schreiben über die Berge des Himalaja und der Anden, die ohne künstliche Beatmung langfristig nicht zu besteigen sind oder die Biotope des Regenwaldes im Amazonasdelta, welche ohne jeden Humus aus immensen Regenmengen Millionen von Tierarten in einzigartigen Lebensräumen schaffen. Auf grossen Bäumen wurde bis zu 10.000 untschiedliche Insektenarten gezählt. Typische Vertreter sind auch Hunderte von Kolibriarten, die mit speziellen Schnabelformen auf wenige Blüten als Nahrung angewiesen sind. Sie sind unfähig im Körper Energievorräte für mehr als einen Tag anzulegen und verhungern ohne ihre ständig verfügbare Spezialnahrung umgehend. Die Authoren früher Bibeltexte hatten keine Vorstellung über die Dauer der Menschwerdung, die langsame Entwicklung von Kulturen und Techniken und kannten keine zuverlässige Zeiteinteilung. Bis zum heutigen Verständnis des Vulkanismus galten die exakten Aufzeichnungen von Plinius dem Jüngeren über den Vesuvausbruch im August 79 A.C. als Phantasie, phyroplastische Ströme waren erklärbar. Ein wichtiger Aspekt der Verhältnisse ist die Tatsache, dass Pompeji als bedeutende Metropole des römischen Reiches maximal 2000 Einwohner hatte Heutigen Ingenieuren liegen Zeichnungen von Leonardo Da Vinci vor, nur kann man damit kaum Geräte bauen. Die Methode auf Papier eindeutige Darstellungen und Vermassungen zu machen, ist erst seit etwa 120 Jahren bekannt. Zur Umwelt der Bibelverfasser gehörten wenige Tiere einer Halbwüste wie Ziege, Schaf, Esel, Kuh, Kamel, Hund, Katze, Huhn und einige Vögel. Adam und Eva kamen bekleidet aus dem Paradies, haben ihren Bauernhof bewirtschaftet, mit zahmen Ochsen die Felder gepflügt und Kulturpflanzen angebaut. Ihre Kinder bauten bereits feste Häuser, wohnten in Zelten aus gewebten Stoffen, spielten Flöte und Zither, haben Erze und Eisen geschmiedet und kannten nach Artefakten die Schrift (1 Moses 4). Die komplexe menschliche Zivilisation ist in nur einer Generation vom Himmel gefallen. In Realität haben die Frühmenschen Millionen Jahre als nomadisierende Jäger und Sammler überlebt, haben Raubtieren die Beute abgejagt, sich als deren Beute in Höhlen versteckt, erste Laubhütten gebaut, wurden als Fischer sesshaft, begannen Feldfrüchte und Wildtiere zu domestizieren, haben erste Siedlungen befestigt und sind mit Erfindungen wie Feuer, Rad, Pflug, Keule, Speer, Pfeil mit Bogen, Schleuder, Keramik sowie der Vorratshaltung in der Jungsteinzeit angekommen. Erste Steinwerkzeuge aus Gona in Äthiopien sind bereits 2,6 Millionen Jahre alt. Auf dem sehr langen Weg gab es hoch entwickelte Kulturen, wie die Felsenmalereien in Südfrankreich, Spanien, Australien und der Sahara belegen. Die frühesten menschlichen Siedlungen in Palästina mit noch ungebrannter Keramik sind bis zu 12.000 Jahre alt. Auf die Steinzeit folgte Kupferzeit, Bronzezeit mit dem Mythus der Sintflut, Eisenzeit und zuletzt die Moderne mit Altertum, Mittelalter und Neuzeit. Schmelzen von Meteoreisen mittels Holzkohle bei 1.000 °C durch die Ägypter und Sumerer ist ab 4.000 B.C. bekannt. Stahl wurde schmelzbar nachdem etwa ab 1800 A.C. mittels Koks Temperaturen weit über 1500 C° erreicht wurden. Bibel und Mythen Eine solche Entwicklung ist nicht in Deckung zu bringen mit 77 Generationen zwischen Schöpfung und Messias (Moses 5), deren Lebenszeiten auf über 900 Jahre gestreckt wurde. Im Lukas Evangelium sind 57 Generation bis Abraham aufgezählt, im Matthäus Evangelium nur 41. Allerdings ist nur das Zeugungsalter von Bedeutung, das dürfte bei 20 - 25 Jahren bleiben. Spielereien mit der Zahl 7 sind mythischer Klimbim aller Buchreligionen. Der Tiroler Ötzi ist gemäss mehreren Datierungen um 3300 B.C. noch vor den ägyptischen Altreichen als „Zeitgenosse“ von Adam, Kain und Abel an einem Pfeil gestorben. Er war winterfest in Leder und Pelz gekleidet, hatte Geräte wie Kupferaxt, Kupfermesser, Pfeile mit und ohne Steinspitzen, einen Bogen sowie Feuer mittels Feuerstein und Holzkohle. In seiner Kleidung befanden sich Getreidesamen erster Kulturpflanzen. Die DNA Analyse der Leiche enthielt Gensequenzen die ihn eindeutig als Mitteleuropäer ausweisen und einen kleinasiatischen Menschentyp ausschliessen. Dies und seine Existenz 4000 km vom Paradies entfernt negiert nicht nur das biblische Weltbild, sondern reduziert die Zeitangaben der religiösen Fanatker zu Wunschdenken und Aberglauben. Eine Landschaft fast ein Jahr Tausende Meter unter Salzwasser ist auf Jahre unfruchtbar. Grundwasser und Quellen sind ungeniessbar, im Süsswasser lebende Tiere und Pflanzen tot und Trinkwasser gibt es erst nach längerem Regen. Nur der Albatros kann Monate über Wasser im Flug leben und schlafen, andere Vögel verhungern oder ertrinken. Der spärliche Pflanzenwuchs auf den Salzmarschen ernährt auf Jahre allenfalls Schafe. Millionen Schichten von Sedimenten auf dem Meeresboden als Abfallprodukt organischen Lebens haben sich in wenigen Fluttagen säuber getrennt abgelagert, das macht je Tag Hundertausende Schichten. Die von Dr. Morris erfundene „hydraulische Sortierung“ ist absurd, die abgestorbene Vegetation schwimmt vorerst oben und verottet dort langsam durch Luftsauerstoff. Das Luft ein Gasgemisch ist, nur sehr wenig Wasserdampf löst und dafür grosse Energiemengen braucht, wurde nicht einmal geahnt. Der gesamte Wasserdampf der Lufthülle ergibt einen Wasserfilm von höchsten 3 cm. Die Welt bestand für die Menschen der Frühzeit neben Göttern und Geistern aus den drei Elementen Erde, Feuer und Wasser. Göttliche Zeichen waren Sturm, Donner, Blitze, Regen und Nebel, göttliche Strafen für menschliches Fehlerverhalten waren Mond- und Sonnenfinsternisse, Kometen, Überschwemmungen und nur durch die Priester zu deuten. Es gab in allen Glaubensgemeinschaften 100% sichere Endzeitverkünder, keine traf je ein. Das Nachsehen hatten immer nur die vielen Einfalltspinsel wie etwa die „Zeugen Jehovas“ in den Jahren 1874, 1914, 1925 und 1975, die ihre Habe spendeten und so ein bilanziertes Sektenvermögen von 1 Mrd. US$ schufen. Biologische Populationen brauchen zur gesunden Vererbung einen breiten Genpool, ein einzelnes Paar hat durch Inzucht, Reize und Mutationen zu viele geschädigte Nachkommen. Kain kann seine biblischen Kinder nur mit einer unbekannten Schwester oder Mutter Eva gezeugt haben, nach 3.Moses-18.6 und 19:11 eine Totsünde für beide. Wenn Gottes Kainsmal ihn vorm Erschlagen schützen sollte, wo kamen die potentiellen Mörder her. Erste Kulturen haben Rituale und Tabus entwickelt um Inzucht in der Familie zu vermeiden, im Mittelalter gab es in den Alpentälern häufig behinderte Inzuchtkrüppel. Jede Population braucht in der Vererbung 3% bis 12% an Mutationen. Bei zu wenig stirbt sie mangels Anpassung an neue Bedingungen aus, bei zu viel geht die Identität der Art verloren. Eine Entwicklung aller Lebewesen aus nur einem Geschlechtspaar funktioniert nicht, zumal es Tiere gibt die ihr Geschlecht ändern oder erst nach Jahren annehmen.. Sintflut und Realität Der irische Bischof Ussher errechnete um 1650 A.C. die göttliche Schöpfung für den 28. Oktober 4004 B.C. und die Sintflut für das Jahr 1490 B.C. Das war nur 21 Jahre vor der Schlacht bei Megiddo in Israel zwischen dem Pharao Thutmosis III und dem syrischen Fürsten von Kadesch, an der einige Tausend Soldaten beteiligt waren. Die ägyptische Beute war 924 Wagen, 2238 Pferde, 2000 Stück Grossvieh und 300 Gefangene, absurd wenn es kurz vorher eine Sintflut gegeben hat. Anders als der biblische Sintflutmythos belegen ägyptische Aufzeichnungen die Schlacht von Megiddo genau. Die Truppen von Thutmosis III kamen aus der Grenzfestung Sile (Tjaru), gelangten nach 10 Tagen nach Gaza und erreichten 11 Tage später Jehem (Chirbel Jimma). Ein Rabbi Schwab spekuliert 1962 in „Torah Views on Science and its Problems“ als Schöpfungsjahr 3773 BC., andere selbsternannte „Experten“ haben unterschiedliche Ergebnisse ermittelt. Alle berufen sich eine zusammengestoppelte Bibel als absolute Quelle, denn Gott lügt nicht. Wenn es gar nicht mehr passt, schreibt man die Bibel nach Bedarf neu wie die Zeugen Jehovas mit der „Neue Welt Bibel“, in der Gott etwa 3000 Jahre vor dem Ackerbau die Haustiere erschuf. Seit der Schöpfung wachsen die Gebirge jährlich um etwa 2 Meter und haben erst in der Neuzeit damit aufgehört, sonst hätte Noahs Arche auf einer 9 km hohen Flutwellen schwimmen müssen. Die Fanatiker um Herrn Morrison vom ICR suchen am Berg Ararat bereits mit der 13.ten Expedition nach Resten der Arche Noah. Die dort vom Kreationisten Dr. Charles Willis 1972 gefundenen Beweise mit deutlichen Photos von Fundstücken der biblischen Arche konnten später zurück verfolgt werden auf einen Aprilscherz der „Kölnische Illustrierte Zeitung“ vom 1. April 1933. Mittelmeerraum - klimatische Entwicklung Erdbeben und Flutwellen sind im Mittelmeer häufig wie 1628 B.C. die Insel Santorin und Kreta mit dem Untergang der Minoischen Kultur. Die Dendrologie zeigt für zehn Jahre nach der Katastrophe von Santorin kein Wachstum der Bäume, derart kalt war das Klima und die Ernten schlecht. Um 1430 B.C. erneut Kreta, 440 B.C. Sparta, 79 A.C. Pompeji, um 300 A.C. Alexandria und 1556 A.C. Konstantinopel mit Vernichtung der Osmanischen Flotte - um nur einige zu nennen. Die Gegend um das Tote Meer in Verlängerung des ostafrikanischen Grabenbruchs ist geologisch instabil, der historische Ort Numera wurde um 2350 B.C. von einem Erdbeben zerstört. Mit der Klimaverschlechterung bis 2216 B.C. gab es weltweit grosse Kälte und geringe Niederschlägen, in Folge sind in Nubien zwischen Sudan und Ägypten riesige Grassteppen zu Wüsten vertrocknet und viele lokale Kulturen untergegangen. Dies entspricht dem Untergang der 6.ten Dynastie der ägyptischen Reiche, aus dieser Zeit wurden im Norden Ägyptens Gräberfelder mit Tausenden von Hungertoten gefunden. In der Bibel findet dies keinerlei Erwähnung, obwohl die Verhältnisse im östlichen Mittelmeerraum nach Funden in Israel überall gleich schlecht waren und auch dort ganze Landstriche durch Hunger entvölkert wurden. Das Mittelmeerklima der letzen 13.000 Jahre war sehr wechselhaft und ähnelt einer gedämpften Schwingung mit Rückkopplung. Das hat sich fortgesetzt mit warmen Perioden oder der kleinen Eiszeit vor nur 250 Jahren. Wenn gemäss den Kreationisten Gott selber den Bibeltext seinen bronzezeitlichen Schreibern in die Feder diktierte, wieso bleiben diese fatalen Ereignisse ohne jede Erwähnung. Was möchte Gott vertuschen? Oder war es so, das mit dem Verhungern der lokalen Bevölkerung auch die Religion ausstarb, womit Gott eine menschliche Erfindung ist. Sintflut und die Arche In der Zeit der Römer und Karthager hatte sich die Schiffbautechnik gegenüber der Sintflutzeitzeit erheblich entwickelt, man konnte Galeeren von 40 m x 5,50 m bis zu 200 t Verdrängung zimmern. Die Frachsegler der Etrusker trugen gerade mal 50 Tonnen. Je nach Ausbau waren für eine römische Galeere bis zu 2.000 Bäume notwendig, der grösste Teil davon endete als Holzkohle. Dazu waren etwa 20 bis 40 Mann bis zu einem Jahr beschäftigt mit fällen, transportieren, sägen, trocknen, zuschneiden und befestigen. Holz hat in den ersten 2 bis 3 Jahren quer zur Faser einen Schwund von bis zu 5%, deswegen wurde nur 10 Jahre getrocknete Eiche oder Zeder verarbeitet. Eine Schiffsbeplankung mit grünem Holz ist fatal, in wenigen Monaten kann man die Finger durch die Fugen stecken und der Kahn versinkt. Die Decks dieser alten Schiffe hatten um 200 kg/m² Tragfähigkeit wie ein modernes Eigenheim. Die Bohlen waren zur Lastverteilung mangels Technik nicht mit Nut und Feder verzahnt sondern nur dick und schwer. Die Fugen wurden mit Hanf kalfatert, der Teer dazu als Erdpech am Toten Meer gewonnen. Antike Schlachten wurden mit bis zu 600 Galeeren geführt, dazu wurden wie in Spanien ganze Küstenregionen abgeholzt und zu Grassteppen gemacht. Das technische Problem war die kraftschlüssige und biegesteife Verbindung von tragenden Holzbalken ohne Metall bei Spannweiten über 5,50 Meter oder dem längsten gewachsenen Stamm. Selbst 3.000 Jahre später in den Loire Schlössern des Mittelalters sind die grossen Räume noch unter 6 m breit und haben tragende Deckenbalken in einem Stück. Grosse breite Säle wie der in Versailles und Schönbrunn haben dagegen sehr hohe Deckengewölbe und darunter nur eine extrem leichte abgehängte Decken. Die biblische Arche der Kreationisten soll 135 * 23 * 13 Meter (Länge * Breite * Höhe) gehabt haben. Das zeigt totale Unkenntnis in der Statik und von Holz als Werkstoff ohne Stahl. Um dieses Schiff in Pontonform mit Tieren bis 6 Meter Höhe und 5 Tonnen Gewicht zu beladen, gäbe es höchsten 2 Decks mit maximal 7,000 m² Stellfläche. Das steht im Gegensatz zu den 3 Etagen der Bibel. Damit die schweren Tiere ins unterste Deck laufen können, ist eine begehbare Rampe von 15% Steigung mit etwa 100 m Länge notwendig. Bleiben die schweren Tiere dagegen auf dem oberen Deck und bewegten sich, dann kentert die Arche. Ein Schiff ohne Antrieb ist hilflos Wind und Wellen ausgeliefert. Die Stürme auf dem Mittelmeer sind nicht zu unterschätzen, sie haben manche Yacht in hochfester Kunststoffverbundbauweise zu Kleinholz zerlegt und grosse moderne Fähren bei Maschinenausfall wie etwa in Livorno direkt vorm sicheren Hafen versenkt. Dazu kommt das Trinkwasserproblem, allein die diversen Elefanten saufen 2 m³ am Tag. Für die Dauer der Sintflut wäre die Phantasiearche etwa 1,5 m hoch mit Trinkwasser gefüllt und hätte damit den wesentlichen Teil der Nutzlast aufgebraucht ohne dabei die Frischhaltung zu lösen. Noah, die Arche und seine Passagiere Noah hat im Alter von 600 Jahren mit 3 Söhnen und Frauen auf göttliche Weisung die Arche gebaut, in der 100 Millionen Arten aus der ganzen Welt Platz finden, wobei über 99% aller Arten nur in den tropischen Regenwäldern vorkommen. Nach Dr. John Morris vom ICR gab es damals noch gar keine Klimazonen wie polare Eisgebiete und Wüsten. Wie das bei der Neigung der Erdachse zur Bahn um die Sonne funktioniert hat bleibt wie so Vieles offen. Alle bekannten 21.600 Tierarten waren gleichmässig auf der Erde verteilt und wurden binnen 7 Tagen im Minutentakt in die Arche verladen. Ein Volumen von weit über 50,000 m³ Holz bei Deckenlasten bis 2,000 kg/m² wären für diese Arche notwendig, der Bau hat aber nur wenig Zeit beansprucht. Fällen, transportieren und zuschneiden von über 25,000 harten Zedern hätten Noahs 600 Jahre komplett ausgefüllt, sofern der Baumbestand dafür vorhanden war. Natürlich hatte die Arche genug Futter und Trinkwasser für Tiere und Menschen um autark auf See zu überleben. Skorbut, Fäulnis, Vitaminmangel, Pilz- und Bakterienbefall hat Gott verboten, da man Tausende m³ Vorräte weder konservieren noch nachzüchten konnte. Er sorgte auch dafür, dass die grossen Tiere nicht in Panik ihre Holzverschläge zerlegen und übereinander herfielen. Kein schweres Tier oder schneller Läufer kann ohne Schäden an Gelenken und Kreislauf 9 Monate im engen Käfig bleiben. Die 8 Elefanten in 4 Arten, Deinotherium, Kuduarten, Stegodon, Mastodon, Mammut, Nilpferde, Nashornarten mit Wollnashorn, Pferde, Esel, Kühe, Schafe, Ziegen, Schweine usw. brauchen für die Reise täglich über 5 Tonnen Grünfutter oder etwa 1,500 Tonnen in 800 Ochsenkarren und produzieren etwa 500 Wagenladungen Mist. Für Kreationisten wie Woodmorappe hat Noah die Tiere trainiert nur auf Befehl zu pinkeln. Weitere Tierarten wie Giraffe mit Okapi, Affen mit Gigantopithecus, Antilopenarten, Wildpferdarten, Riesenfaultier, Reharten, Kamelarten, 120 Känguruarten, Riesenbeutler, Opossums, Diprotodon, Büffelarten mit Steppenbison, Pandas, Koalas, Jack, Wisent, Wapiti, Karibu, Elch, Moschusochsen usw. brauchen täglich über 25 Tonnen Heu, Rinde oder Blattwerk. Nicht jede Art frisst jede Pflanze bzw. viele Tiere brauchen spezielle Pflanzen wie etwa arktisches Renntiermoos. Das sind vielfach Pflanzen und Tiere für die es in der Sprache der Bibelschreiber nicht einmal Namen gab. Diese Futtermengen in einer Halbwüste zu ernten und zu bevorraten, in der allenfalls Ziegen und Kamele mühsam ihre Nahrung finden, ist in Jahrzehnten auch nicht mit vielen Ernten zu schaffen. Die Koalas in der Arche haben nur Eukalyptus, die Seidenraupen nur Maulbeerblätter und die Pandas pro Tag nur 40 kg Pfeilbambus bekommen, das Futter wird bei einer Lagerung über 3 Tage ungeniessbar und die Tiere verhungern. Diese Pflanzen wachsen nicht im Mittelmeerraum und wurde von Noah-Airlines direkt aus Fernost eingeflogen zusammen mit dem Futter für andere schwer zu haltende Tiere, wie etwa diverse Affenarten aus Madagaskar, Neu-Guinea usw., die nur von tropischen Früchten und Nüssen leben. Mit Hilfe von Noah-Airlines wurden auch die 1200 Schmetterlingsarten von Costa Rica vor Ort eingefangen, versorgt und direkt zur Arche geflogen, erfreuen doch deren Nachklommen noch immer die Menschen. Viele Tierarten sind an spezielle Umweltbedingungen angepasst und können nicht unter den Bedingungen einer Halbwüste oder in einer feuchten, dunklen Arche leben. Andere Kreationisten wie etwa Kenn Hamm vom ICR beweist mit Bibeltexten zweifelsfrei mit innerster Redlichkeit, dass auch die Dinosaurier in der Arche waren und zeigt das in einem eigens dafür gebautem Museum. Wie diese vielen Rassen mit über 45 Pflanzenfressern und 60 Fleischfressern in Einzelfällen bis zu 50 m Länge, 15 m Höhe und 80 t Gewicht bei weit über 6,000 t Gesamtgewicht an Dinos in ein Holzschiff von höchsten 300 t Tragfähigkeit passen, bleibt ein göttliches Wunder. Für Tiere mit 20 Tonnen Gewicht je Fuss und 40 Tonnen beim Laufen ist es heute noch schwierig statisch ausreichende Leimholzbinder für die Decks zu fertigen. Noah verfügte über keine Hobelmaschinen, Leimpressen und Kräne. Für Dinosaurier ausreichende Deckenbinder würden bei 8 m Spannweite über 6 Tonnen/Stück wiegen, davon wären für die Arche der Kreationisten etwa 200 Stück erforderlich. Diese Phantasiearche hätte mit einem Deckengewicht von über 2000 Tonnen Holz einen viel zu hohen Schwerpunkt und wäre wie das schwedische Flagschiff „VASA“ 1628 A.C. in Stockholm noch vor der ersten Reise gekentert und gesunken. Diese Arche hätte ohne Nutzlast mehr als 5 Meter Tiefgang gehabt und geleckt wie ein Sieb. Eine Arche für 100 Millionen Tierarten hätte die Grösse eines Supertankers, für den Zedernbedarf würde der ganze Libanon der geschichtlichen Vorzeit nicht ausreichen. Ohne Stahl würde ein Holzschiff dieser Grösse im Sturm zerbrechen oder wegen der Undichtigkeiten untergehen. Von der Problematik einen so grossen Schiffskörper zu belüften, zu beleuchten und mit den Ausscheidungen der Tiere innen ausreichend trocken und temperiert zu halten gar nicht zu reden. Die grossen Raubtiere wie diverse Tiger, Säbelzahnkatzen, Löwe, Steppenlöwe, Panther, diverse Leoparden, Geparde, Pumas, Krokodilarten, Alligatoren, Varane, diverse Bärenarten, tasmanischer Teufel, Wölfe, Hunde, Marder usw. fressen täglich weit über 4 Tonnen Frischfleisch. Mangels Kühltechnik ist für die Versorgung für fast ein Jahr ohne Dinosaurier an Bord eine Herde von 6.000 Schlachtrindern notwendig mit etwa 20 Schlachtungen täglich, die das Platz- und Futterproblem fatal verschärfen. Ein sehr reicher Bauer zu Noah’s Zeiten besass vielleicht 2 Rinder, mehr gab die Halbwüste an Futter nicht her. Die Raubtiere haben nach der Sintflut nicht die noch existierenden 2 Exemplare der Grasfresser jeder Art aufgefressen, sondern haben weit über 10 Generationen auf Nachwuchs bis zur Herdenbildung als Jagdbeute gewartet und auf dem Heimweg nach Asien, Australien und Amerika durch salzige Schlammwüsten und tiefe Ozeane göttlichen Kohldampf geschoben ohne dabei mangels Süsswasser zu verdursten. Einige Tiere bewegen sich extrem langsam und wären heute noch auf dem Rückweg. Für Leute wie Dr. John Morris vom ICR waren die Fleischfresser bis nach der Sintflut Grasfresser. Viele der unterdrückten religösen Texte weisen sogar den Messias und seine Jünger als Vegetarier aus, die Mönche des Mittelalters haben den Biber als Fisch erklärt um die öde Fastenzeit zu bereichern. Nach der Sintflut hat Gott diesen Tieren neue Gebisse, Verdauungsapparate, Instinkte und Stoffwechsel gegeben und sie als Fleischfresser neu erschaffen. Wieso er dabei die fossilen Fleischfresser der Dinosaurier übersehen hat, bleibt ein der Rätsel des „Intelligent Design“. Nach der Sintflut hat Gott fast alle Pflanzen und Süsswassertiere neu geschaffen, nur wenige Samen überstehen eine derart lange Lagerung im Salzwasser. Über diese zweite Schöpfung schweigt sich die Bibel aus, es wäre an der Zeit für weitere Nachdichtungen ganz im Stil der römischen Kirche oder der Zeugen Jehovas. Natürlich ist den Kreationisten die Problematik der Futterversorgung auf der Arche auch schon aufgefallen. Man ersann man den Ausweg Gott hat alle Tiere in den Winterschlaf versetzt. Dieser Zustand ist eine Hormon gesteuerte Reduzierung des Stoffwechsels, sie funktioniert nur wenn der Organismus die notwendigen Vorraussetzungen hat. Unabdingbar ist jedoch die Ansammlung von Körperfett bis zu 50% des normalen Gewichts. Fast alle Grasfresser auf den Steppen und Savannen sind Fluchttiere, jedes Kilo überflüssiges Fett bedeutet langsamer laufen und sichere Beute der Raubtiere. Die grossen Grasfresser haben kaum Feinde, wie die Elefanten haben sie eine extrem schlechte Futterverwertung von nur 45% und fressen jetzt schon täglich 16 Stunden. Die Raubtiere sind alle Beutegreifer, überflüssiges Gewicht bedeutet langsamer laufen und sehr schnell gibt es keinen Jagderfolg mehr. Ein Löwe, Gepard oder Leopard mit 50% Übergewicht könnte kaum noch stehen, geschweige denn seine Beute jagen. Die Tiere können nicht zu Fuss durch Kontinente, über Hochgebirge und Ozeane ins Zweistromland kommen. Unabhängig von Höhe und Dauer einer weltweiten Sintflut haben zur gleichen Zeit die „Könige fremder Länder“ in Ägypten, die Chang-Dynastie in China und die Jömon Kultur in Japan regiert. Die Caral Kultur in Peru an der Pazifikküste bestand bereits seit 1000 Jahren, blieb ebenfalls von der Flut verschont und kein Bibelschreiber hat jemals in seinem Leben davon etwas gehört. Ebenso sind im Norden Europas und Amerikas die Nomaden wie Eskimos und Indianer weiter auf die Jagd gegangen, die Eiskappen der Pole und die 3 km dicken Gletscher sind nicht im Wasser geschmolzen und aufgeschwommen. Das Reich der Hethiter mit Hattuscha als Hauptstadt nahe Ankara existierte in der Zeit von 1800 B.C. bis 1200 B.C., hat auch die Sintflut unbeschadet überlebt und lag als Verbündete der Pharaonen im gleichen geopolitischen Raum. Nach der Sintflut sind die gigantischen Salzwassermengen spurlos verschwunden, was bei einer Erde als Kugel nur ein Wunder bewirkt. Die von Noah ausgeschickte Taube kam nach Tagen mit einem frischen Olivenzweig zurück, offensichtlich der schnell wachsende Baum, der anstelle von Jahren nur einige Tage braucht und auch auf etwa 2000 m Höhe wächst. Obwohl auf den verschlammten Salzböden der Erde auf Jahre nur Schafgarbe und Strandhafer wachsen kann, haben Millionen von Tieren den Heimweg über Kontinente und Weltmeere bewältigt und sind weder verhungert noch verdurstet. Geschichte und Realität Dazu kommen alle unsere festen Zeitwerte und Bezugspunkte ins Wanken. Die Sonne mit 1,3 Millionen km Durchmesser in 150 Millionen km Entfernung strahlt gigantische 4,2 Millionen Tonnen Masse pro Sekunde ins Weltall und zieht gleichzeitig stellaren Staub an. Die Bahnen der Planeten ändern sich minimal. Die Rotation der Erde wird durch Reibung von Luft und Wasser langsamer, wenn auch nur um etwa 1,5 Millisekunden in 100 Jahren. In der Frühzeit des Devon hatte ein Erdentag um 21 Stunden bei weit über 400 Tagen im Jahr. Unser Mond vergrössert seine 384.400 km mittlere Erdentfernung jährlich um 38 mm, in der Frühzeit stand er doppelt so gross am Himmel, in ferner Zukunft wird er bei einem 40 Stunden Erdentag nahezu fest am Himmel stehen. Gezeiten gibt es dann nicht mehr und die runde Erde wird zur ovalen Kartoffel. Nach dem Ende der Kernverschmelzung mit derzeit 73% Wasserstoff im Sonnenofen wird sie in etwa 4,5 Milliarden Jahren zum roten Riesen, dehnt sich über die Erdenbahn hinaus aus, bevor sie zusammen mit einigen ihrer Planeten als weisser Zwerg mit unvorstellbarer Dichte endet. Frühzeitdatierungen sind schwierig, man kann nicht wie Bischof Ussher in einem falschen Kalender zurückblättern um Frühgeschichte zeitlich einzuordnen. Damals hatte jede Kultur ihre eigene Zeitrechnung, selbst die von Sparta und Athen unterschieden sich gravierend um bis zu einem Monat pro Jahr und wurde willkürlich angepasst. Die zeitliche Einordnung alter Dokumente ist nur sinnvoll, wenn der Ort der Aufzeichnung mit den jeweiligen Zeitangaben bekannt und diese willkürliche Skala an astronomischen oder zeitlich gesicherten Fakten zu eichen ist. Jesus kam noch vor dem Jahre 4 B.C. lange vor seiner biblischen Geburt (Matt-2:1) im Jahr NULL zur Welt, sein Lebensweg passt nicht in die Regentschaft des Herodes unter Kaiser Augustus. Die endet mit dessen Tod 4 B.C. als Jesus mit Vater Joseph bereits in Ägypten ist. Der Sohn Herodes-Antipas regierte danach als „tetrarch“ nur Gallilea und die Westbank bis zu seiner Verbannung nach Lyon in Gallien im Jahr 37 A.C. Um das Jahr 34 A.C. heiratet er seine verwitwete Schwägerin Herodias, deren Intrigen ihm alsbald den Thron kosten. Herodes-Antipas kommt in der Bibel gar nicht vor. Der dritte Sohn des Herodes, Archelaus (Matt 2:22), wird nur nationaler Führer (ethnarch) von Samara und Judäa mit Bethlehem und wird wegen Unfähigkeit schon im Jahr 6 A.C. nach Vienne in Gallien verbannt. Diese Zeitangaben aus römischen Quellen sind im Gegensatz zur Bibel relativ zuverlässig. Nur wem Gott seine Erleuchtung als Gnade gewährte, der kann genaue Kenntnis erlangen. Wegen Interpretationen vielfach manipulierter Bibeltexte, fahrlässigem Umgang mit Fakten und Naturgesetzen sowie der Ausgrenzung aller Nichtgläubigen ist die Pseudowissenschaft des „Intelligent Design“ nichts als ein Wettbewerb absurder Spinnereien. Die Anzahl verschiedener kreationistischer Argumente ist nur begrenzt durch die Anzahl der teilnehmenden Spinner. Allerdings behält sich besonders die römische Kirche die wahre Auslegung von Fakten vor und vermeidet so gefährliche Diskussionen und Fragen. Deswegen wird ab 1999 Exorzismus nach “De Exorcismis et Supplicationibus Quibusdam“ gelehrt, der beste Teilnehmer überwacht dann das 300 Jahre gültige Verbot der Kirche die Gabel als reines Teufelswerk zu benutzen H.Goerke Kreationismus
ist ein religiöser Fundamentalismus mit bigotten Wurzeln in England, der Begriff selber wurde um 1920 von Harold Clark geprägt. Die Kreationisten sehen den biblischen Schöpfungsglauben durch die Wissenschaften bedroht, jeder wahre Christ muss Darwins Evolution ablehnen. Die ohne Irrtümer und Widersprüche überlieferte Bibel ist die alleinige ewige Wahrheit und göttliche Offenbarung zugleich. Ihr Weltbild ist statisch und beliebig in die Zukunft fortzuschreiben. Die Erde ist immobil und flach (Hiob 9:6, 1.Sam 2:8, Psalm 104:5), Kontinente und Meere waren immer wie heute, alle Lebewesen wie von Gott geschaffen. Tiere sind immer nur ausgestorben, eine Evolution durch Anpassung und eine Artenabfolge ist absolut ausgeschlossen.

Der Papst in Rom erklärt 1996 die Evolution als mit der Bibel vereinbar und zwingt die Kreationisten zu einem Rundumkrieg. Typische Auswirkungen sind wissentliche Falschaussagen, nicht existierenden Referenzen, Nennung von Autoren die nie etwas geschrieben haben, beliebige Aussagen als Tatsachen darzustellen, Zusammenhänge zu verdrehen, Behauptungen ohne jeden Beweis aufzustellen und Erkenntnisse der Wissenschaften zu leugnen. Kein Beitrag des „creation research“ ist bisher in einer wissenschaftlichen Zeitschrift von Rang publiziert worden (http://www.sciencedirect.com), wie George W. Gilchrist der Universität Washington nach Durchsicht von über Hunderttausend Veröffentlichungen feststellt. Als Ausweg aus diesem Dilemma versuchen die Kreationisten die Evolution als vage Theorie oder gar als Religion zu diskeditieren ganz im Gegensatz zu „creation research“ als „wahre Wissenschaft“. Zwar beklagt man wortreich abwertend die Missachtung der wissenschaftlichen Fachpresse, liefert aber keinerlei Beiträge von Format.

Im Internet werben die Kreationisten intensiv für Bücher, Videos und natürlich Spenden (http://www.bible-infonet.org, http://www.creationists.org). Die Ausstrahlung auf über 20 Satellitenkanälen in Europa und 1700 Radiostationen in den USA ist nicht billig, muss sich aber offenbar lohnen. Es ist der Versuch das statische, aristotelische Weltbild des Altertums zu beleben und als Dogma gegen alle Fakten und wissenschaftliche Erkenntnis abzuschotten. Die perfekte Analogie zur Wertigkeit von Evolution und Kreationismus ist die von Astonomie und Astrolgie.

Alle monotheistische Religionen pflegen das Existenz sichernde Dogma allein Gläubige werden gegen Gebühr gute Menschen, die Ungläubigen sind mit Feuer und Schwert auszurotten. Der Religionsfanatiker und Jurist C. Merl verkündet 2005 im SPIEGEL-Forum „die Einwohner von Sodom und Gomorra hatten gesündigt, waren für Gottes Experiment nicht mehr zu gebrauchen und deswegen zur Vernichtung freigegeben“. Auf dieser biblischen Tradition basierte der Rassenwahn der NAZI`s sowie die vielen Religionskriege des Mittelalters. Wer an die Bewegung glaubt ist gut, treu, edel, heldenhaft und spendet willig, die Nichtgläubigen sind dagegen als faule und verderbte Untermenschen zu vernichten. Hier schliesst sich der Kreis, im Museum des ICR (Institut of Creation Science, Californien) hängen Bilder von Hitler, Lenin, Stalin und Marx und werden dort als grosse Kreationisten verehrt.

Abstammung und Genetik
Das Mittel TAMIFLU (oseltamivir phosphate) der Firma Roche gegen die Vogelgrippe ist schnell wirkungslos geworden, einige der weltweit vorkommenden H5N1-Viren haben durch Mutationen bereits Resistenzen entwickelt. Von allen Primaten ist das Erbgut des Schimpansen dem des modernen Menschen mit 1,6 % Abweichung am nächsten, das ist weniger als zwischen Afrikanischen und Indischen Elefanten. Das Erbgut des Mammuts mit 13 Millionen Basenpaaren unterscheidet sich nur um 1,45 % von seinem afrikanischen Vetter, beide hatten vor 5 bis 6 Millionen Jahren noch einen gemeinsamen Urahn.

Die 1997 und 2000 untersuchte mitochondriale Neanderthaler DNS war vor 500.000 Jahren noch gemeinsames Erbgut mit dem modernen Menschen (Homo Heidelbergensis). Dabei war der Neanderthaler nicht der dumme Wilde nach frühen Darstellungen, er hatte Werkzeuge, Kultur in Form von Schmuck und Grabbeigaben. In den vergangenen 50.000 Jahren haben sich etwa 1800 Genome oder 7% des menschlichen Ergutes verändert, diese Veränderungen stehen in Zusammenhang mit Lebenszeit, Nahrung, Fortpflanzung, Krankheitserregern und Funktion von Nervenzellen. Darwins Theorie ist allgegenwärtig, die unklare Einteilung in Mikro- und Makroevolution dient den Glaubensfantikern nur als beliebige Ausgrenzung. Der Archaeopteryx als wohl bestes Beispiel einer Übergangsform zwischen Reptil und Vogel wird natürlich negiert (Gish, ICR Impact September 1989).
Nach Funden wie etwa in Mille/Äthiopien und Olduvai/Tansania gab es vor etwa 4,5 bis 7 Millionen Jahren einen aufrecht gehenden Affenmenschen als unseren Urahn und davon abstammend mindestens drei verschiedene Menschenarten, wobei die Abstammungslinie der vor wenigen Jahren entdeckten Flores Zwergmenschen noch unklar ist. Das Auftreten des modernen Menschen wie etwa als „Omo-1“ Fossile aus Äthiopien liegt nur 195.000 Jahre zurück, die erste Besiedlung Westeuropa mit England erfolgte schon vor 700.000 bis 850.000 Jahren. Durch einen vererbten DNA-Kopierfehler des Y-Chromosom der Männer konnte die Abstammung der Europäer, Asiaten und Nordamerikaner über 2.000 Generationen oder 500.000 Jahre zurück verfolgt werden auf einen noch in Kirgisen siedelnden Stamm.
Biblische Überlieferung
Der älteste erhaltene biblische Text ist die 7,5 Meter lange Jesajarolle aus Qumram, enststanden um 180 B.C. Weitere Texte des Tanach existieren nur in Fragmenten, andere Funde geben klare Hinweise auf verlorene Texte. Die Unterchiede zwischen den hebräischen Texten und der altgriechischen Septuaginta aus Alexandria sind ganz erheblich, Hauptgrund sind die fehlenden Vokale in Hebräisch, die nur durch Punkte über den Konsonaten markiert sind. Die Evangelisten haben ab 120 A.C. ihnen bekanntes Material und Mythen zusammengedichtet und nach bestem Wissen persönliche Akzente gesetzt, Wesentliches überhöht und Unverständliches erklärt. Der Sinflutmythos, die Altersanggaben sowie 5- und 6-stellige Kriegerzahlen (4.Mose 2, 2.Cr 26:12) sind Fehler oder Angeberei. Der Muslime Tharik hat 711 A.C. mit nur 8.000 Mann die Meerrenge von Gibraltar überquert und damit Spanien erobert.

Eine Ernährung von Hundertausenden in einer Halbwüste mit steinzeitlichen Wildpflanzen und Grabstockbau ist faktisch unmöglich, mit dem Ackerbau wurde in Mesopotamien erst um 1100 B.C. begonnen. Ohne Dezimalsystem bei totalem Analphabetismus war Zählen über 100 reiner Zufall. Die Zahl NULL wird erst um 500 A.C. ins Zahlensystem eingeführt, Vorzeichen bzw. negative Zahlen noch viel später und haben Rechnen mit grossen Zahlen möglich gemacht. Die Summerer nutzten die NULL schon um 2500 B.C. als Schriftzeichen aber nicht im Zahlensystem. Die Entzifferung gelang Creswicke Rawlinson nach dem Fund der mehrsprachigen Behistun Inschrift im Jahre 1851. Man versuche nur ohne Dezimalsystem mit römischen Zahlen die Multiplikation LXIV * CXXVII = zu lösen. Enosch (Enoch) war im hebräischen Urtext 65 Jahre alt und über den altgriechischen Text in der Lutherbibel bereits 905 Jahre alt – typische Fehler aus Unfähigkeit.

Die Auferstehung Christi als zentrales Dogma der Christenheit wird dazu gedichtet, im ältesten Text ist nur ein leerer Sarg erwähnt. Das Dogma der Dreifaltigkeit wird durch Bischof Athanasius aus dem Orient um 390 A.C. erfunden, davor existiert der Vers 1.Joh 5:7 nicht. Ähnlich ist es mit den heiligen 3 Königen und deren Namen. Im Mittelmeerraum gab es damals keine Äpfelbäume, die von Eva im Paradies gereichte Frucht der Erkenntnis war – wenn überhaupt – eine Feige. Die Teilung des roten Meeres durch Moses ist ein Übersetzungsfehler, im alten Text ist nur von einem Schilfmeer die Rede. Das Wort junge Frau (alma) im Syriacus Sinaiticus wird falsch als Jungfrau (bethulah) übersetzt und begründet den Marienkult, der 431 A.C. auf dem Konzil zu Ephesus vom heidnischen Kult um Ischtar, Aschera und Artemis kopiert wird. Auch andere Religionen überhöhen Personen gerne durch jungfräuliche Geburten. Die Sintflut wird vom Gilgamesch Epos (Schreiber Sin-leqe-uninni) kopiert, am Euphrat sind Überschwemmungen ein beinahe jährliches Ereignis. Dort war die Arche mit 3 x 3 Meter aus dem Holz der Hütte, die Flut dauert 7 Tage.

Die Konzile von Laodicea (363 A.C) und Carthage (397 A.C) schliessen Bücher wie Offenbarung, Weisheit Tobit, Judith, und Makkabäer vollkommen aus. Weitere Texte unterschiedlicher Qualität über einen Messias und Gott in Aramäisch, Hebräisch und ab 400 B.C. in Altgriechisch wie das Nazaräer Evangelium, das Hebräer Evangelium, das Evangelium der Zwölf oder einzelne Jesus Logien werden ebenfalls nicht in die Bibel aufgenommen. Hauptstreitpunkt der frühen Konzile war, welche der vielen Texte von Gott inspiriert waren. Da es dabei um Macht und Pfründe ging, war Mord und Bestechung unter den Bischöfen der Konzile wie unter Papst St.Cyril üblich und schriftlich berichtet. Der 392 A.C. von Papst Damasus I beauftragte Vulgata-Verfasser Hieronymus warnte seinem Auftraggeber in den vielen differierenden Quellen wäre schwerlich die Wahrheit anzutreffen. Es dauert noch weitere 500 Jahre, bis seine Vulgata die sehr kurze Bibel Vetus Latina ablöst.
Nach der Erhebung zur Staatsreligion 380 A.C. vernichtet die römische Amtskirche systematisch alte urchristliche Texte sofern sie damaligen Dogmen zuwider laufen wie etwa die Schriften des „Origenes“ oder die Bibliothek in Alexandria. Die Vulgata wird 1590 A.C. unter Papst Sixtus V. als authentische Bibel „Editio Sixtina“ revidiert und kirchenamtlich für fehlerlos erklärt. Sie war voller Fehler, wurde notgedrungen unterdrückt und 1592 A.C. unter Papst Clemens VIII durch die fehlerlose „Editio Clementina“ ersetzt. Auch sie enthielt viele Fehler und wurde erneut ersetzt. Die Rede von einer gefälschten Bibel ist weitaus zutreffender als die Behauptung des Gegenteils. 1199 A.C verbietet Papst Innozenz jegliche Lektüre der Bibel in privaten Zusammenkünften. Wieso die Bibel auf der Synode von Tarragona 1234 A.C auf den Index kommt, deren Besitz bis 1478 A.C. sogar mit dem Tode bestraft wird, ist mit göttlicher Offenbahrung der ewigen Wahrheit unvereinbar. Ähnlich erging es 1383 A.C. dem als Ketzer veruteilten John Wyclif, dessen englische Vulgata Übersetzung verboten wird. 1979 wird die Bibel als Nova Vulgata neu verlegt.
Dabei bleibt Vers 1.Tim-4 erhalten, der all jene als Heuchler und Lügenredner bezeichnet, die Ehe und bestimmte Speisen verbieten. Offenbar haben das Papst Benedikt VIII und Kaiser Heinrich II nicht gelesen, als sie 1022 A.C die Heirat für alle Priester endgültig untersagen. Wer also die Bibel unabdingbar als ewige Wahrheit definiert, der sollte vorher sagen welchen der vielen Bibeltexte er damit meint.
Religiöser Fanatismus und seine Auswirkung
Besonders in den USA resultiert religiöser Fanatismus in Absurditäten wie 1925 der „Affenprozess“ gegen den Lehrer Scopes, der trotz Verbot Darwins Evolutionslehre unterrichtet und verurteilt wird. In Kansas verliert Biologielehrer Stan Roth seinen Job, er weigert sich den unwissenschaftlichen Text der Genesis zu unterrichten. Daraufhin machte die Schülerin Anna Harvey Front gegen den Pädagogen, der nach 40 Jahren Schuldienst gefeuert wird. In den USA wird 1963 mit dem Murray vers. Curlett Fall das Beten und Lesen aus der Bibel an den Schulen verboten, 1986 erfolgt die Trennung von Kirche und Staat mit dem Verbot Religion zu unterrichten. Daraufhin betreiben die Kreationisten „Intelligent Design“ unter dem Deckmantel einer Wissenschaft ohne Reizworte. Diese Wissenschaft beruht auf strengster innerer Redlichkeit, die Herkunft und Entwicklung des Menschen durch den „Creator“ ist zweifelsfrei gegeben und wissenschaftlich niemals zu beweisen. Ziel und Zweck ist es den ersten Zusatzartikel der US-Verfassung zu unterlaufen und Religion als Wissenschaft getarnt wieder im Schulunterricht zu etablieren.

Die kalifornische Schulbehörde wird in den 90er Jahren zu 225,000 US$ Strafe verurteilt, weil sie dem ICR die Wissenschaftlichkeit abspricht. 1995 werden Schulbücher in Alabama mit Stickern beklebt, nach denen die Evolution “eine umstrittene Theorie ist, die nicht als Tatsache angesehen werden darf”. In Kentucky müssen Buchseiten zum Thema “Urknall“ überklebt werden, In Louisiana und Arizona müssen Lehrer vor Lektionen über Darwins Lehre Warnungen verlesen. In Dover County wird Biologie nur noch mit Warnhinweisen verabreicht, die Evolutionslehre sei nur eine mit “Lücken und Problemen behaftete Theorie“. Als besonderer Erfolg zählt 1999 das Verbot durch die Schulbehörde von Kansas im Unterricht Evolution und Urknall in staatlichen Leistungsprüfungen abzufragen oder gar zu erwähnen. Im November 2005 ändert die Schulbehörde von Georgia im letzten Moment eine Beschlussvorlage, wonach der Begriff Evolution und Erkenntnisse wie das Erdalter oder die Plattentektonik aus dem Unterricht gestrichen werden. Ein Gesetzentwurf in Missouri bedingt ab 2006 solche Lehrer zu feuern, die Evolution und „Intelligent Design“ im Unterricht nicht gleichwertig behandeln. Wenn Gerichte darüber entscheiden müssen welches Wissen richtig oder falsch ist, dann degeneriert die Wissenschaft letztendlich zur Ansichtssache.

Etwa 55% aller Amerikaner glauben an die biblische Schöpfung und nur 35% halten die Evolution für wissenschaftlich fundiert. Dabei sind Frauen, Republikaner und Ungebildete wesentlich bigotter als Männer, Demokraten und Gebildete, ein klarer Beleg für das miserable Bildungsniveau. Bigotte Studenten mit Schmalspurwissen und Aberglauben haben grosse Probleme an privaten Eliteuniversitäten wie Harvard, Stanford und Princeton. Für Wissenschaftler ist das Leugnen von Fakten und Erkenntnissen fatal für die Karriere und nicht durch schlichte Einfalt kompensierbar. Niemand kann einen Dipl. oder Dr. Grad erreichen mit der Aussage, alle Sedimete und Fossilien der Erde entstanden nur während der wenigen Sintflutmonate.

Kongressmitglieder wie William J. Bryan und Tom Delay behaupten Darwins Lehre sei schuld am Drogenproblem, der Kriminalität, an Millionen Toten der Weltkriege, den Schiessereien in den Schulen und dergleichen Übel mehr. Dagegen steht Kreationismus für „gute Regierung“ wie etwa bei R. Nixon, „echtes Familienleben“ und „wahre Wissenschaft“. Ob die gerichtsnotorische Geldwäscherei des Tom Delay auch dazu gehört, bleibt vollkommen offen. Dr. John Morris vom ICR gibt in einer Publikation der Evolutionstheorie die Schuld am Rassenhass sowie der Rassentrennung und übersieht dabei bewusst, dass die frommen Pilgerväter in Amerika bereits Sklavenhandel betrieben lange vor Darwins Reise auf der Beagle.

Kreationismus als ideologische Doktrin duldet keinerlei kritische Betrachtung seiner Kernthese, bietet aber für alle Fragen einfachste Denkmodelle und ist damit auch dem schlichtesten Einfalltspinsel vermittelbar. Diese Vorgehensweise ist typisch für Sekten und Pseudowissenschaften, deren Anhänger noch nie zur geistigen Elite gehörten. Die Kreationisten folgen dabei zwanghaft ihrer schwarz-weiss Ideolgie sie allein sind die aufgeklärten Guten, die Anderen sind immer nur dumme Ignoranten.

Bekanntester Vertreter dieser schlichten Einfalt bei reduziertem IQ ist Präsident Georg W. Bush jun, der im August 2005 an allen Schulen Unterrichtung von „intelligent design“ gleichwertig zusammen mit der Evolutionslehre fordert. Nach richterlichem Urteil ist das ein klarer Verstoss gegen die US-Verfassung und geltende Gesetze. Sein Vorgänger Ronals Reagan stand ihm nur wenig nach, vor politischen Entscheidungen suchte er einen Wahrsager auf. Mit 135 Millionen US$ an Zuschüssen wurde eine Warnschrift an den US-Schulen verteilt, nach der Mädchen schwanger werden wenn sie Jungen in den Schritt fassen, AIDS wird nur durch Berührung übertragen und Kondome führen in 30% der Anwendung zur Schwangerschaft (in Realität 2%).

Aus den „Science and Engineering Indicators 2002“ der „National Science Foundation“ geht klar hervor, dass wesentliche Teile der US-Bevölkerung unfähig sind zwischen Wissenschaft und Pseudowissenschaft zu unterscheiden. Obwohl diese Leute vorgeben sich für Wissenschaft und Technik zu interessieren, leitet sich daraus keine vertiefte Kenntnis ab. Nur 54% der Befragten wusste, dass die Erde 1 Jahr benötigt die Sonne zu umkreisen. Nach einer Gallup Umfrage von 2004 glauben 45% aller Amerikaner Gott hat die Menschen in den letzten 10.000 Jahre zusammen mit den Dinosauriern erschaffen. Die Herausgeber der 1563 US-Tageszeitungen sind zu 49 % überzeugt Menschen und Dinosaurier lebten zusammen auf der Erde.

Nur 1/3 der US-Bevölkerung ist geistig fähig einfache wissenschaftliche Analysen wie etwa einen Dreisatz zu begreifen. Zu dieser schlichten Einfalt passt, dass 7% der Amerikaner totale Analphabeten sind mit 48% als Spitzenwert für die Stadt Detroit, weitere 8% können gerade mal den eigenen Namen schreiben. Das Bildungssystem der USA ermöglicht Kindern reicher Eltern eine Spitzenausbildung an privaten Universitäten, die grosse Masse wird dagegen in erbärmlicher Weise abgefertigt. Das Unterrichtsmaterial ist von miserabler Qualität und unterliegt ausserdem dem Einfluss selbsternannter lokaler Grössen einer mächtigen Schulbehörde, was Verirrungen wie „intelligent design“ überhaupt erst möglich macht.

Kreationistische Argumente
Die modernen Datierungen von Fossilien durch den Zerfall von Nukliden mit Halbwertzeiten von 1.000 bis zu Milliarden von Jahren, durch Dendrologie, durch Kalkbildung in Sedimenten, durch Nachweis seltener Spurenelemente, durch Röntgen Luminizens, durch Eisbohrkerne aus Grönland und der Antarktis mit bis zu 650.000 Jahresschichten, durch eingeschlossene perfekt erhaltene Insekten und Samen im Bernstein mit bis zu 40 Millionen Jahren sind für Kreationisten alle falsch.

Als pseudowissenschaftliche Begründung muss jede Uhr eine Feder haben, die immer wieder aufgezogen werden kann. Hätte die Erde ein Alter unter 10.000 Jahren, dann müssten auch die schnell zerfallende Nuklide nachgewiesen werden können, aber nichts dergleichen. Bei grosser Sorgfallt mit der Probenentnahme bietet jedes Nuklid nur einen begrenzten Zeitrahmen an verwertbaren Ergebnissen, was Kreationisten nutzen bestimmte Messungen zu diskreditieren. Die C-14 Methode mit einer Halbwertzeit von 5730 (+-40) Jahren eignet sich bestens für einen Altersbereich von 1.000 bis 60.000 Jahren, mittels Massenspektrometrie wird dazu der noch verbliebene C-14 Anteil in Relation gesetzt. Der Anteil von Hafnium-182 im Mondgestein mit 9 Millionen Jahren Halbwertzeit reicht gut für ein Erdalter von etwa 4.5 Milliarden Jahren.

Die Erklärungsversuche für eine biblisch jungen Erde wie Verlust von Sonnenmaterie, Ansammlung kosmischen Staubs, Änderung des Mondabstandes, Linksdrehung von Monden, Ausdehnung von Sternenhaufen, Existenz der Saturnringe, Auskühlung von Saturn und Jupiter, Heliumgehalt der Athmosphere, Abfall des Erdmagnetismus, Lavamassen der Erde, Mineralgehalt der Meere, Artenschöpfung in Grundtypen usw. sind alle widerlegt. Viele dieser Erklärungen extrapolieren bekannte Messungen der letzten Hundert Jahre auf einen Zeitraum von Millionen oder Milliarden Jahre, statistisch totaler Unsinn. Ein weiteres Argument der Kreationisten ist die Komplexität des Menschen, es wäre unmöglich die Evolution zu wiederholen und den Menschen neu zu erschaffen. Das zeigt wie sehr die Kreationisten im biblischen Anspruch gefangen sind, der Mensch als Ebenbild Gottes steht über der Natur (Dr. Morris, Scientific Creation 1974). Die Evolution kann jederzeit wiederholt werden, allerdings gäbe es bei der Vielzahl von Katastrophen und Zufällen ein ganz anderes Ergebnis als einen gottgleichen Menschen.

Fossilien in geologischen Schichtungen wie die Dinosaurier wurden von Gott angelegt um uns zu verwirren und unseren Glauben zu prüfen. In der Bibel gibt es keine Dinosaurier. Wenn Fossilien von Saurier nur in bestimmten geologischen Schichten vorkommen, hat das nichts mit deren Aussterben vor 65 Millionen Jahren zu tun, sondern ist nach „EVOLUTION FACTS INC, Tennessee“ darauf zurückzuführen, weil sie sich schneller laufend als andere vor der Sintflut retten wollten. Versteinerte Fussspuren in Glenn Rose und Antelope Springs dienen den Kreationisten als Beweis für die gemeinsame Existenz von Mensch und Saurier. Eifrige Kreationisten haben bei Versteinerungen im Paluxy-River mit Hammer und Meisel nachgeholfen. Die Dinosaurier sind nach der Sintflut ausgestorben, weil auf Jahrzehnte Vulkanismus jegliche Sonneneinstrahlung blockierte. Wie 100 Millionen Arten und Menschen das überlebt haben, wird von den Kreationisten nicht verraten.

Das Licht von Milliarden Lichtjahre entfernter Sterne erreichte die Erde sofort, weil Gott es am ersten Tag schuf, obwohl er dabei Licht strahlende Objekte wie Sonnen und Sterne vergass. Gottes biblisches Licht älter als 6.000 Jahre ist nur ein Video und kann nicht wirklich untersucht werden. Dr. Russell Humphreys vom ICR ändert mit von ihm postulierten „weissen Löchern“ des Universums Einsteins Relativitätstheorie dahingehend ab, dass die Lichtgeschwindigkeit kein konstanter Wert ist, Millionen Mal grösser sein kann und alle auf Einsteins Theorien basierende Erkenntnisse falsch sind. Die Begründung des Dr. R. Humphries hat viele Sach- und Rechenfehler. Diese Pseudowissenschaftler fahren gleichzeitig mit GPS-Navigation spazieren, obwohl das GPS-System ohne Einsteins Formeln und Physik keine brauchbaren Ergebnisse liefert. Denn Gott korrigiert die Ergebnisse rechtzeitig.

Der Beweis einer weltweiten Sintflut als historischer Fakt ist Gottes Wort. Keinem geologischen Fakt, keinem historischem Fossil und keiner wissenschaftliche Erkenntnis kann erlaubt werden über dem geschriebenen Wort zu stehen (Dr. Morris 1970). Wegen der erdnahen Schöpfung des Lichts gab es Pflanzen auf der Erde lange bevor die Sonne schien, die je nach Dogma einen Tag oder Äonen durchgehalten haben. Die Krater von Mond und Mars und die Ringe des Saturn sind aus dem ewigen Kampf zwischen Satan und dem Erzengel Michael (The Remarkable Birth of Planet Earth, Dr. Henry Morris, ICR). Das ist Kaffeesatz lesen auf dem Niveau von Spiderman. Seitdem das ICR sogar Doktortitel als „Kämpfer für das Christentum“ vergeben kann, ist auch ein Titel für Dr. Donald Duck denkbar.

Pseudowissenschaft des „Creation Science“
Der ICR Kreationist Dr. Richard Bliss hat einen Titel der „University of Saritosa“, eine Titelschmiede für beliebige Diplome, die aus einem Hotelzimmer besteht. Der ICR Mitbegründer Dr. Kelly Segraves hat einen Dr. der Christian University und einen Master der Sequoia University. Beide Bildungsstätten existieren überhaupt nicht. Der ICR Mitbegründer Dr. Harold Slusher hat einen nicht anerkannten Titel der Columbia Pacific University und einen Ehrendoktor der Bibelschule Indiana Christian University, auf die Titel musste er verzichten. Der ICR Kreationist Dr. Cliffort Burdick hat einen Titel der University of Physical Sciences in Arizona, die nur aus einem Postfach besteht. Der Kreationist Dr. Carl Bauw hat seinen Titel von der nicht anerkannten Bibelschule College of Advanced Education, Rev. Dr. Dr. Dr. Dr Carl Baugh hat seine Titel an Bibelschulen und durch Lesen von Sears-RoebackTiteln erworben, aber nicht durch ein Studium an einer Universität. Das sind die herausragenden Wissenschaftler des ICR und des Creation Science, entsprechend sind die Resultate – bullshit. In den USA kann jeder eine Postfach-Universität gründen und einen lukrativen Titelhandel starten, dazu gibt es viele e-mail Angebote.

Auf seinem Wissensstand erklärt Dr. Baugh auf Seminaren wie die Sonne um die Erde kreist, immerhin hat er beim Bildungsniveau der Amerikaner 120 Milliionen potentielle Zuhörer Bei einem etwa Millionen fachem Erdvolumen wären die Fliehkräfte der Sonne nicht zu beherrschen, es sei denn Gott hat die Erde irgendwo fest angenagelt. Nach den Gesetzen der Himmelsmechanik wäre der gemeinsame Schwerpunkt von Erde und Sonne, um den sich das System dann dreht, noch weit innerhalb des Sonnenradius. Scharlatanerie gab es schon in der UDSSR unter Stalin mit der Vererbungslehre von Trofim D. Lyssenko, für den Gene und Erbanlagen „unsozialistisch“ waren, somit nicht existentierten und die Vererbung nur durch Erziehung und Zucht erfolgte. Zu seinen glorreichen Erkenntnissen gehört es Pfirischbäume in Kühlhäusern an die Kälte zu gewöhnen und in Sibirien Pfirsichplantagen anzulegen. Das hat in der UDSSR Millionen Hungertote gefordert, die politische Führung wurde gezielt mit gefälschten Statitstiken abgespeist.

Das ICR verzichtet inzwischen bewusst auf die eher peinliche Feldforschung. Die Wissenschaftler Edgar Hare und Richard Ritland des ICR schlossen 1957 ihren Bericht mit der Erkenntnis, dass das Alter der Fossilien wesentlich grösser ist als die Vorgaben des ICR, die Fakten damit nicht in Zusammenhang stehen und keine geologischen oder paläontologischen Beweise für eine weltweite Flut existieren. Wenige Jahre später kamen die Biologen des ICR Carl Krekeler und William Bloom von der Valparaiso Universitä Indiana zu der Erkenntnis, das genetische Merkmale zwischen Wirbeltieren sowie Säugetieren und Schlangen mit einer Evolution innerhalb fest gegebener Rassen nicht erklärbar sind. Nach 30 Jahren intensiver Forchung hat das ICR nicht einen einzigen Beweis seiner Thesen vorgelegt und beschränkt sich aufs Negieren wissenschaftlicher Aussagen zur Evolution der Arten.

Dafür hat 1981 ein Dr. Norman Geisler im Fall US District Court Mc.Lean v. Arizona unter Eid ausgesagt, dass fliegende Untertassen ein sicherer Beweis des Teufels sind. Der hat nach Dr. Morris vom ICR schon beim Turmbau zu Babel Nimrod die Evolutionstheorie gegeben. Mit dem Aufkommen der Evolutionstheorie wurde die Wissenschaft zum Feind des Christentums, nur die „wahre Wissenschaf“t ist korrekt und beinhaltet eine Gott verherrlichende Position (Dr. Morris, Acts and Facts 1995). Auf dieser Basis erübrigen sich alle Versuche die Glaubensinhalte der Kreationisten rational erklären zu wollen, trotzdem wird mit missonarischem Eifer die öffenliche Diskusions gesucht. Nur so kommt man an das Geld einfälltiger Menschen. Wen wundert es, wenn solche Fanatiker ihre Mitmenschen für ein Dogma auf dem Scheiterhaufen rösten in der festen Überzeugung damit Gott gefällig zu sein.

Bibeltexte und Geschichte
Man darf die alten Bibeltexte von Genesis und Sintflut nur im Kontext mit dem damaligen Weltbild interpretieren. Die Erdenscheibe steht auf Säulen im Urmeer, darüber sind die Firmamente wie Käseglocken gestülpt und die Himmelskörper daran aufgehängt. Zur Sintflut hat Gott die Bodenventile (Moses 7:11) geöffnet und die Erde ist im Urmeer versunken. Danach tauchte sie wieder auf und alles Leben der Erde ausgenommen auf Noahs Arche war vernichtet. So erklären die Kreationisten auch die Milliarden an Versteinerungen von Meerestieren in den Wüsten und auf Bergen wie auf dem 700 m hohen Zentralplateau von Saudi Arabien, der Sahara, in Patagonien und in vielen Hochgebirgen, alle sind während der Sintflut entstanden.

Der Grieche Erathostenes (275 – 194 B.C. aus Kyrene) hatte den Umfang der runden Erde fast genau berechnet, einen Kosmos mit Kugeln als Planeten postuliert und einen Sternenkalender mit 675 Positionen erstellt. Er war der dritte Bibliothekar der von Ptolemaios gegründeten Bibliothek in Alexandria. Die Verbreitung derartiger Erkenntnisse war mangels Druck- und Kopierverfahren extrem gering, nur ganz wenige Menschen konnten lesen, noch viel weniger konnten schreiben und kaum jemand hatte genug Vermögen sich die sehr teuren Abschriften zu leisten. Schriften des Mathematikers Archimedes (287 – 212 B.C aus Syrakus, Sizilien) sind uns nur bekannt, weil die sehr kostbaren Folianten gereinigt und mehrfach beschrieben wurden. Vieles von dem wenigen Wissen ging durch den Brand der ersten Bibliothek in Alexandria im Jahre 48 B.C. verloren, den römische Legionäre gelegt haben. Die wieder aufgebaute Bibliothek wurde 391 A.C. von den Christen der Amtskirche in Rom zerstört, damit die Erde auf Ewig eine flache Scheibe bleibe.

Ob seine Sprache überhaupt diverse Dingen unterscheiden kann, bestimmt offensichtlich wie der Mensch die Realität seiner Umwelt wiedergibt. Keine Sprache kennt Begriffe für Dinge, die in Umwelt, Wissenschaft und Mythologie nicht vorkommen. Sprache dient der Kommunikation zwischen den Menschen. Ein Paradies-Einsiedler wie Adam erfindet keine Millionen Namen für Tiere und Dinge, mit wem sollte er sich austauschen. Wenn Nostradamus (1503 – 1566 A.C. Michel de Notredam) in seinen Alpträumen wirklich Flugzeuge, Panzer und Raketen gesehen hat, mit welchen Worten hätte er seine Mitmenschen warnen können ohne der heiligen Inquisition aufzufallen. Bei Klartext hätte man ihn umgehend auf dem Scheiterhaufen verbrannt, vielleicht zusammen mit dem Teufelswerk des Eier legenden Hahns der Stadt Basel. Die belgischen Flamen haben eine eigene Kommissionen, um ihren alten holländischen Dialekt durch Kunstworte etwa für Atomspaltung, Computer und Relativitätstheorie auf „modern“ zu trimmen. Es gibt heute noch Indianerdialekte wie den der Piraha, die keine Zahlworte kennen und in deren Begriffswelt Vergleiche wie etwa „mehr als“, „weniger“ unbekannt sind.

Menschen und Tiere auf der Unterseite einer Kugel mit dem Kopf nach unten hängend, so etwas gibt es nicht. Was konnte ein schreibender religiöser Eremit im Zweistromland über Ebbe und Flut wissen, über Seebeben, Vulkane, Zyklone, Gletscher, die Eiskappen der Pole, die langsame Versalzung von Kulturland, die Jetströme der Stratosphäre usw. Was könnte er schreiben über die Berge des Himalaja und der Anden, die ohne künstliche Beatmung langfristig nicht zu besteigen sind oder die Biotope des Regenwaldes im Amazonasdelta, welche ohne jeden Humus aus immensen Regenmengen Millionen von Tierarten in einzigartigen Lebensräumen schaffen. Auf grossen Bäumen wurde bis zu 10.000 untschiedliche Insektenarten gezählt. Typische Vertreter sind auch Hunderte von Kolibriarten, die mit speziellen Schnabelformen auf wenige Blüten als Nahrung angewiesen sind. Sie sind unfähig im Körper Energievorräte für mehr als einen Tag anzulegen und verhungern ohne ihre ständig verfügbare Spezialnahrung umgehend.

Die Authoren früher Bibeltexte hatten keine Vorstellung über die Dauer der Menschwerdung, die langsame Entwicklung von Kulturen und Techniken und kannten keine zuverlässige Zeiteinteilung. Bis zum heutigen Verständnis des Vulkanismus galten die exakten Aufzeichnungen von Plinius dem Jüngeren über den Vesuvausbruch im August 79 A.C. als Phantasie, phyroplastische Ströme waren erklärbar. Ein wichtiger Aspekt der Verhältnisse ist die Tatsache, dass Pompeji als bedeutende Metropole des römischen Reiches maximal 2000 Einwohner hatte Heutigen Ingenieuren liegen Zeichnungen von Leonardo Da Vinci vor, nur kann man damit kaum Geräte bauen. Die Methode auf Papier eindeutige Darstellungen und Vermassungen zu machen, ist erst seit etwa 120 Jahren bekannt. Zur Umwelt der Bibelverfasser gehörten wenige Tiere einer Halbwüste wie Ziege, Schaf, Esel, Kuh, Kamel, Hund, Katze, Huhn und einige Vögel. Adam und Eva kamen bekleidet aus dem Paradies, haben ihren Bauernhof bewirtschaftet, mit zahmen Ochsen die Felder gepflügt und Kulturpflanzen angebaut. Ihre Kinder bauten bereits feste Häuser, wohnten in Zelten aus gewebten Stoffen, spielten Flöte und Zither, haben Erze und Eisen geschmiedet und kannten nach Artefakten die Schrift (1 Moses 4). Die komplexe menschliche Zivilisation ist in nur einer Generation vom Himmel gefallen.

In Realität haben die Frühmenschen Millionen Jahre als nomadisierende Jäger und Sammler überlebt, haben Raubtieren die Beute abgejagt, sich als deren Beute in Höhlen versteckt, erste Laubhütten gebaut, wurden als Fischer sesshaft, begannen Feldfrüchte und Wildtiere zu domestizieren, haben erste Siedlungen befestigt und sind mit Erfindungen wie Feuer, Rad, Pflug, Keule, Speer, Pfeil mit Bogen, Schleuder, Keramik sowie der Vorratshaltung in der Jungsteinzeit angekommen. Erste Steinwerkzeuge aus Gona in Äthiopien sind bereits 2,6 Millionen Jahre alt.

Auf dem sehr langen Weg gab es hoch entwickelte Kulturen, wie die Felsenmalereien in Südfrankreich, Spanien, Australien und der Sahara belegen. Die frühesten menschlichen Siedlungen in Palästina mit noch ungebrannter Keramik sind bis zu 12.000 Jahre alt. Auf die Steinzeit folgte Kupferzeit, Bronzezeit mit dem Mythus der Sintflut, Eisenzeit und zuletzt die Moderne mit Altertum, Mittelalter und Neuzeit. Schmelzen von Meteoreisen mittels Holzkohle bei 1.000 °C durch die Ägypter und Sumerer ist ab 4.000 B.C. bekannt. Stahl wurde schmelzbar nachdem etwa ab 1800 A.C. mittels Koks Temperaturen weit über 1500 C° erreicht wurden.

Bibel und Mythen
Eine solche Entwicklung ist nicht in Deckung zu bringen mit 77 Generationen zwischen Schöpfung und Messias (Moses 5), deren Lebenszeiten auf über 900 Jahre gestreckt wurde. Im Lukas Evangelium sind 57 Generation bis Abraham aufgezählt, im Matthäus Evangelium nur 41. Allerdings ist nur das Zeugungsalter von Bedeutung, das dürfte bei 20 – 25 Jahren bleiben. Spielereien mit der Zahl 7 sind mythischer Klimbim aller Buchreligionen. Der Tiroler Ötzi ist gemäss mehreren Datierungen um 3300 B.C. noch vor den ägyptischen Altreichen als „Zeitgenosse“ von Adam, Kain und Abel an einem Pfeil gestorben. Er war winterfest in Leder und Pelz gekleidet, hatte Geräte wie Kupferaxt, Kupfermesser, Pfeile mit und ohne Steinspitzen, einen Bogen sowie Feuer mittels Feuerstein und Holzkohle. In seiner Kleidung befanden sich Getreidesamen erster Kulturpflanzen. Die DNA Analyse der Leiche enthielt Gensequenzen die ihn eindeutig als Mitteleuropäer ausweisen und einen kleinasiatischen Menschentyp ausschliessen. Dies und seine Existenz 4000 km vom Paradies entfernt negiert nicht nur das biblische Weltbild, sondern reduziert die Zeitangaben der religiösen Fanatker zu Wunschdenken und Aberglauben.

Eine Landschaft fast ein Jahr Tausende Meter unter Salzwasser ist auf Jahre unfruchtbar. Grundwasser und Quellen sind ungeniessbar, im Süsswasser lebende Tiere und Pflanzen tot und Trinkwasser gibt es erst nach längerem Regen. Nur der Albatros kann Monate über Wasser im Flug leben und schlafen, andere Vögel verhungern oder ertrinken. Der spärliche Pflanzenwuchs auf den Salzmarschen ernährt auf Jahre allenfalls Schafe. Millionen Schichten von Sedimenten auf dem Meeresboden als Abfallprodukt organischen Lebens haben sich in wenigen Fluttagen säuber getrennt abgelagert, das macht je Tag Hundertausende Schichten. Die von Dr. Morris erfundene „hydraulische Sortierung“ ist absurd, die abgestorbene Vegetation schwimmt vorerst oben und verottet dort langsam durch Luftsauerstoff.

Das Luft ein Gasgemisch ist, nur sehr wenig Wasserdampf löst und dafür grosse Energiemengen braucht, wurde nicht einmal geahnt. Der gesamte Wasserdampf der Lufthülle ergibt einen Wasserfilm von höchsten 3 cm. Die Welt bestand für die Menschen der Frühzeit neben Göttern und Geistern aus den drei Elementen Erde, Feuer und Wasser. Göttliche Zeichen waren Sturm, Donner, Blitze, Regen und Nebel, göttliche Strafen für menschliches Fehlerverhalten waren Mond- und Sonnenfinsternisse, Kometen, Überschwemmungen und nur durch die Priester zu deuten. Es gab in allen Glaubensgemeinschaften 100% sichere Endzeitverkünder, keine traf je ein. Das Nachsehen hatten immer nur die vielen Einfalltspinsel wie etwa die „Zeugen Jehovas“ in den Jahren 1874, 1914, 1925 und 1975, die ihre Habe spendeten und so ein bilanziertes Sektenvermögen von 1 Mrd. US$ schufen.

Biologische Populationen brauchen zur gesunden Vererbung einen breiten Genpool, ein einzelnes Paar hat durch Inzucht, Reize und Mutationen zu viele geschädigte Nachkommen. Kain kann seine biblischen Kinder nur mit einer unbekannten Schwester oder Mutter Eva gezeugt haben, nach 3.Moses-18.6 und 19:11 eine Totsünde für beide. Wenn Gottes Kainsmal ihn vorm Erschlagen schützen sollte, wo kamen die potentiellen Mörder her. Erste Kulturen haben Rituale und Tabus entwickelt um Inzucht in der Familie zu vermeiden, im Mittelalter gab es in den Alpentälern häufig behinderte Inzuchtkrüppel. Jede Population braucht in der Vererbung 3% bis 12% an Mutationen. Bei zu wenig stirbt sie mangels Anpassung an neue Bedingungen aus, bei zu viel geht die Identität der Art verloren. Eine Entwicklung aller Lebewesen aus nur einem Geschlechtspaar funktioniert nicht, zumal es Tiere gibt die ihr Geschlecht ändern oder erst nach Jahren annehmen..

Sintflut und Realität
Der irische Bischof Ussher errechnete um 1650 A.C. die göttliche Schöpfung für den 28. Oktober 4004 B.C. und die Sintflut für das Jahr 1490 B.C. Das war nur 21 Jahre vor der Schlacht bei Megiddo in Israel zwischen dem Pharao Thutmosis III und dem syrischen Fürsten von Kadesch, an der einige Tausend Soldaten beteiligt waren. Die ägyptische Beute war 924 Wagen, 2238 Pferde, 2000 Stück Grossvieh und 300 Gefangene, absurd wenn es kurz vorher eine Sintflut gegeben hat. Anders als der biblische Sintflutmythos belegen ägyptische Aufzeichnungen die Schlacht von Megiddo genau. Die Truppen von Thutmosis III kamen aus der Grenzfestung Sile (Tjaru), gelangten nach 10 Tagen nach Gaza und erreichten 11 Tage später Jehem (Chirbel Jimma). Ein Rabbi Schwab spekuliert 1962 in „Torah Views on Science and its Problems“ als Schöpfungsjahr 3773 BC., andere selbsternannte „Experten“ haben unterschiedliche Ergebnisse ermittelt. Alle berufen sich eine zusammengestoppelte Bibel als absolute Quelle, denn Gott lügt nicht. Wenn es gar nicht mehr passt, schreibt man die Bibel nach Bedarf neu wie die Zeugen Jehovas mit der „Neue Welt Bibel“, in der Gott etwa 3000 Jahre vor dem Ackerbau die Haustiere erschuf.

Seit der Schöpfung wachsen die Gebirge jährlich um etwa 2 Meter und haben erst in der Neuzeit damit aufgehört, sonst hätte Noahs Arche auf einer 9 km hohen Flutwellen schwimmen müssen. Die Fanatiker um Herrn Morrison vom ICR suchen am Berg Ararat bereits mit der 13.ten Expedition nach Resten der Arche Noah. Die dort vom Kreationisten Dr. Charles Willis 1972 gefundenen Beweise mit deutlichen Photos von Fundstücken der biblischen Arche konnten später zurück verfolgt werden auf einen Aprilscherz der „Kölnische Illustrierte Zeitung“ vom 1. April 1933.

Mittelmeerraum – klimatische Entwicklung
Erdbeben und Flutwellen sind im Mittelmeer häufig wie 1628 B.C. die Insel Santorin und Kreta mit dem Untergang der Minoischen Kultur. Die Dendrologie zeigt für zehn Jahre nach der Katastrophe von Santorin kein Wachstum der Bäume, derart kalt war das Klima und die Ernten schlecht. Um 1430 B.C. erneut Kreta, 440 B.C. Sparta, 79 A.C. Pompeji, um 300 A.C. Alexandria und 1556 A.C. Konstantinopel mit Vernichtung der Osmanischen Flotte – um nur einige zu nennen. Die Gegend um das Tote Meer in Verlängerung des ostafrikanischen Grabenbruchs ist geologisch instabil, der historische Ort Numera wurde um 2350 B.C. von einem Erdbeben zerstört.

Mit der Klimaverschlechterung bis 2216 B.C. gab es weltweit grosse Kälte und geringe Niederschlägen, in Folge sind in Nubien zwischen Sudan und Ägypten riesige Grassteppen zu Wüsten vertrocknet und viele lokale Kulturen untergegangen. Dies entspricht dem Untergang der 6.ten Dynastie der ägyptischen Reiche, aus dieser Zeit wurden im Norden Ägyptens Gräberfelder mit Tausenden von Hungertoten gefunden. In der Bibel findet dies keinerlei Erwähnung, obwohl die Verhältnisse im östlichen Mittelmeerraum nach Funden in Israel überall gleich schlecht waren und auch dort ganze Landstriche durch Hunger entvölkert wurden.

Das Mittelmeerklima der letzen 13.000 Jahre war sehr wechselhaft und ähnelt einer gedämpften Schwingung mit Rückkopplung. Das hat sich fortgesetzt mit warmen Perioden oder der kleinen Eiszeit vor nur 250 Jahren. Wenn gemäss den Kreationisten Gott selber den Bibeltext seinen bronzezeitlichen Schreibern in die Feder diktierte, wieso bleiben diese fatalen Ereignisse ohne jede Erwähnung. Was möchte Gott vertuschen? Oder war es so, das mit dem Verhungern der lokalen Bevölkerung auch die Religion ausstarb, womit Gott eine menschliche Erfindung ist.

Sintflut und die Arche
In der Zeit der Römer und Karthager hatte sich die Schiffbautechnik gegenüber der Sintflutzeitzeit erheblich entwickelt, man konnte Galeeren von 40 m x 5,50 m bis zu 200 t Verdrängung zimmern. Die Frachsegler der Etrusker trugen gerade mal 50 Tonnen. Je nach Ausbau waren für eine römische Galeere bis zu 2.000 Bäume notwendig, der grösste Teil davon endete als Holzkohle. Dazu waren etwa 20 bis 40 Mann bis zu einem Jahr beschäftigt mit fällen, transportieren, sägen, trocknen, zuschneiden und befestigen. Holz hat in den ersten 2 bis 3 Jahren quer zur Faser einen Schwund von bis zu 5%, deswegen wurde nur 10 Jahre getrocknete Eiche oder Zeder verarbeitet. Eine Schiffsbeplankung mit grünem Holz ist fatal, in wenigen Monaten kann man die Finger durch die Fugen stecken und der Kahn versinkt.

Die Decks dieser alten Schiffe hatten um 200 kg/m² Tragfähigkeit wie ein modernes Eigenheim. Die Bohlen waren zur Lastverteilung mangels Technik nicht mit Nut und Feder verzahnt sondern nur dick und schwer. Die Fugen wurden mit Hanf kalfatert, der Teer dazu als Erdpech am Toten Meer gewonnen. Antike Schlachten wurden mit bis zu 600 Galeeren geführt, dazu wurden wie in Spanien ganze Küstenregionen abgeholzt und zu Grassteppen gemacht. Das technische Problem war die kraftschlüssige und biegesteife Verbindung von tragenden Holzbalken ohne Metall bei Spannweiten über 5,50 Meter oder dem längsten gewachsenen Stamm. Selbst 3.000 Jahre später in den Loire Schlössern des Mittelalters sind die grossen Räume noch unter 6 m breit und haben tragende Deckenbalken in einem Stück. Grosse breite Säle wie der in Versailles und Schönbrunn haben dagegen sehr hohe Deckengewölbe und darunter nur eine extrem leichte abgehängte Decken.

Die biblische Arche der Kreationisten soll 135 * 23 * 13 Meter (Länge * Breite * Höhe) gehabt haben. Das zeigt totale Unkenntnis in der Statik und von Holz als Werkstoff ohne Stahl. Um dieses Schiff in Pontonform mit Tieren bis 6 Meter Höhe und 5 Tonnen Gewicht zu beladen, gäbe es höchsten 2 Decks mit maximal 7,000 m² Stellfläche. Das steht im Gegensatz zu den 3 Etagen der Bibel. Damit die schweren Tiere ins unterste Deck laufen können, ist eine begehbare Rampe von 15% Steigung mit etwa 100 m Länge notwendig. Bleiben die schweren Tiere dagegen auf dem oberen Deck und bewegten sich, dann kentert die Arche. Ein Schiff ohne Antrieb ist hilflos Wind und Wellen ausgeliefert. Die Stürme auf dem Mittelmeer sind nicht zu unterschätzen, sie haben manche Yacht in hochfester Kunststoffverbundbauweise zu Kleinholz zerlegt und grosse moderne Fähren bei Maschinenausfall wie etwa in Livorno direkt vorm sicheren Hafen versenkt. Dazu kommt das Trinkwasserproblem, allein die diversen Elefanten saufen 2 m³ am Tag. Für die Dauer der Sintflut wäre die Phantasiearche etwa 1,5 m hoch mit Trinkwasser gefüllt und hätte damit den wesentlichen Teil der Nutzlast aufgebraucht ohne dabei die Frischhaltung zu lösen.

Noah, die Arche und seine Passagiere
Noah hat im Alter von 600 Jahren mit 3 Söhnen und Frauen auf göttliche Weisung die Arche gebaut, in der 100 Millionen Arten aus der ganzen Welt Platz finden, wobei über 99% aller Arten nur in den tropischen Regenwäldern vorkommen. Nach Dr. John Morris vom ICR gab es damals noch gar keine Klimazonen wie polare Eisgebiete und Wüsten. Wie das bei der Neigung der Erdachse zur Bahn um die Sonne funktioniert hat bleibt wie so Vieles offen. Alle bekannten 21.600 Tierarten waren gleichmässig auf der Erde verteilt und wurden binnen 7 Tagen im Minutentakt in die Arche verladen. Ein Volumen von weit über 50,000 m³ Holz bei Deckenlasten bis 2,000 kg/m² wären für diese Arche notwendig, der Bau hat aber nur wenig Zeit beansprucht. Fällen, transportieren und zuschneiden von über 25,000 harten Zedern hätten Noahs 600 Jahre komplett ausgefüllt, sofern der Baumbestand dafür vorhanden war. Natürlich hatte die Arche genug Futter und Trinkwasser für Tiere und Menschen um autark auf See zu überleben. Skorbut, Fäulnis, Vitaminmangel, Pilz- und Bakterienbefall hat Gott verboten, da man Tausende m³ Vorräte weder konservieren noch nachzüchten konnte. Er sorgte auch dafür, dass die grossen Tiere nicht in Panik ihre Holzverschläge zerlegen und übereinander herfielen. Kein schweres Tier oder schneller Läufer kann ohne Schäden an Gelenken und Kreislauf 9 Monate im engen Käfig bleiben.

Die 8 Elefanten in 4 Arten, Deinotherium, Kuduarten, Stegodon, Mastodon, Mammut, Nilpferde, Nashornarten mit Wollnashorn, Pferde, Esel, Kühe, Schafe, Ziegen, Schweine usw. brauchen für die Reise täglich über 5 Tonnen Grünfutter oder etwa 1,500 Tonnen in 800 Ochsenkarren und produzieren etwa 500 Wagenladungen Mist. Für Kreationisten wie Woodmorappe hat Noah die Tiere trainiert nur auf Befehl zu pinkeln. Weitere Tierarten wie Giraffe mit Okapi, Affen mit Gigantopithecus, Antilopenarten, Wildpferdarten, Riesenfaultier, Reharten, Kamelarten, 120 Känguruarten, Riesenbeutler, Opossums, Diprotodon, Büffelarten mit Steppenbison, Pandas, Koalas, Jack, Wisent, Wapiti, Karibu, Elch, Moschusochsen usw. brauchen täglich über 25 Tonnen Heu, Rinde oder Blattwerk. Nicht jede Art frisst jede Pflanze bzw. viele Tiere brauchen spezielle Pflanzen wie etwa arktisches Renntiermoos. Das sind vielfach Pflanzen und Tiere für die es in der Sprache der Bibelschreiber nicht einmal Namen gab. Diese Futtermengen in einer Halbwüste zu ernten und zu bevorraten, in der allenfalls Ziegen und Kamele mühsam ihre Nahrung finden, ist in Jahrzehnten auch nicht mit vielen Ernten zu schaffen.

Die Koalas in der Arche haben nur Eukalyptus, die Seidenraupen nur Maulbeerblätter und die Pandas pro Tag nur 40 kg Pfeilbambus bekommen, das Futter wird bei einer Lagerung über 3 Tage ungeniessbar und die Tiere verhungern. Diese Pflanzen wachsen nicht im Mittelmeerraum und wurde von Noah-Airlines direkt aus Fernost eingeflogen zusammen mit dem Futter für andere schwer zu haltende Tiere, wie etwa diverse Affenarten aus Madagaskar, Neu-Guinea usw., die nur von tropischen Früchten und Nüssen leben. Mit Hilfe von Noah-Airlines wurden auch die 1200 Schmetterlingsarten von Costa Rica vor Ort eingefangen, versorgt und direkt zur Arche geflogen, erfreuen doch deren Nachklommen noch immer die Menschen. Viele Tierarten sind an spezielle Umweltbedingungen angepasst und können nicht unter den Bedingungen einer Halbwüste oder in einer feuchten, dunklen Arche leben.

Andere Kreationisten wie etwa Kenn Hamm vom ICR beweist mit Bibeltexten zweifelsfrei mit innerster Redlichkeit, dass auch die Dinosaurier in der Arche waren und zeigt das in einem eigens dafür gebautem Museum. Wie diese vielen Rassen mit über 45 Pflanzenfressern und 60 Fleischfressern in Einzelfällen bis zu 50 m Länge, 15 m Höhe und 80 t Gewicht bei weit über 6,000 t Gesamtgewicht an Dinos in ein Holzschiff von höchsten 300 t Tragfähigkeit passen, bleibt ein göttliches Wunder.
Für Tiere mit 20 Tonnen Gewicht je Fuss und 40 Tonnen beim Laufen ist es heute noch schwierig statisch ausreichende Leimholzbinder für die Decks zu fertigen. Noah verfügte über keine Hobelmaschinen, Leimpressen und Kräne. Für Dinosaurier ausreichende Deckenbinder würden bei 8 m Spannweite über 6 Tonnen/Stück wiegen, davon wären für die Arche der Kreationisten etwa 200 Stück erforderlich. Diese Phantasiearche hätte mit einem Deckengewicht von über 2000 Tonnen Holz einen viel zu hohen Schwerpunkt und wäre wie das schwedische Flagschiff „VASA“ 1628 A.C. in Stockholm noch vor der ersten Reise gekentert und gesunken. Diese Arche hätte ohne Nutzlast mehr als 5 Meter Tiefgang gehabt und geleckt wie ein Sieb. Eine Arche für 100 Millionen Tierarten hätte die Grösse eines Supertankers, für den Zedernbedarf würde der ganze Libanon der geschichtlichen Vorzeit nicht ausreichen. Ohne Stahl würde ein Holzschiff dieser Grösse im Sturm zerbrechen oder wegen der Undichtigkeiten untergehen. Von der Problematik einen so grossen Schiffskörper zu belüften, zu beleuchten und mit den Ausscheidungen der Tiere innen ausreichend trocken und temperiert zu halten gar nicht zu reden.

Die grossen Raubtiere wie diverse Tiger, Säbelzahnkatzen, Löwe, Steppenlöwe, Panther, diverse Leoparden, Geparde, Pumas, Krokodilarten, Alligatoren, Varane, diverse Bärenarten, tasmanischer Teufel, Wölfe, Hunde, Marder usw. fressen täglich weit über 4 Tonnen Frischfleisch. Mangels Kühltechnik ist für die Versorgung für fast ein Jahr ohne Dinosaurier an Bord eine Herde von 6.000 Schlachtrindern notwendig mit etwa 20 Schlachtungen täglich, die das Platz- und Futterproblem fatal verschärfen. Ein sehr reicher Bauer zu Noah’s Zeiten besass vielleicht 2 Rinder, mehr gab die Halbwüste an Futter nicht her. Die Raubtiere haben nach der Sintflut nicht die noch existierenden 2 Exemplare der Grasfresser jeder Art aufgefressen, sondern haben weit über 10 Generationen auf Nachwuchs bis zur Herdenbildung als Jagdbeute gewartet und auf dem Heimweg nach Asien, Australien und Amerika durch salzige Schlammwüsten und tiefe Ozeane göttlichen Kohldampf geschoben ohne dabei mangels Süsswasser zu verdursten. Einige Tiere bewegen sich extrem langsam und wären heute noch auf dem Rückweg.

Für Leute wie Dr. John Morris vom ICR waren die Fleischfresser bis nach der Sintflut Grasfresser. Viele der unterdrückten religösen Texte weisen sogar den Messias und seine Jünger als Vegetarier aus, die Mönche des Mittelalters haben den Biber als Fisch erklärt um die öde Fastenzeit zu bereichern. Nach der Sintflut hat Gott diesen Tieren neue Gebisse, Verdauungsapparate, Instinkte und Stoffwechsel gegeben und sie als Fleischfresser neu erschaffen. Wieso er dabei die fossilen Fleischfresser der Dinosaurier übersehen hat, bleibt ein der Rätsel des „Intelligent Design“. Nach der Sintflut hat Gott fast alle Pflanzen und Süsswassertiere neu geschaffen, nur wenige Samen überstehen eine derart lange Lagerung im Salzwasser. Über diese zweite Schöpfung schweigt sich die Bibel aus, es wäre an der Zeit für weitere Nachdichtungen ganz im Stil der römischen Kirche oder der Zeugen Jehovas.

Natürlich ist den Kreationisten die Problematik der Futterversorgung auf der Arche auch schon aufgefallen. Man ersann man den Ausweg Gott hat alle Tiere in den Winterschlaf versetzt. Dieser Zustand ist eine Hormon gesteuerte Reduzierung des Stoffwechsels, sie funktioniert nur wenn der Organismus die notwendigen Vorraussetzungen hat. Unabdingbar ist jedoch die Ansammlung von Körperfett bis zu 50% des normalen Gewichts. Fast alle Grasfresser auf den Steppen und Savannen sind Fluchttiere, jedes Kilo überflüssiges Fett bedeutet langsamer laufen und sichere Beute der Raubtiere. Die grossen Grasfresser haben kaum Feinde, wie die Elefanten haben sie eine extrem schlechte Futterverwertung von nur 45% und fressen jetzt schon täglich 16 Stunden. Die Raubtiere sind alle Beutegreifer, überflüssiges Gewicht bedeutet langsamer laufen und sehr schnell gibt es keinen Jagderfolg mehr. Ein Löwe, Gepard oder Leopard mit 50% Übergewicht könnte kaum noch stehen, geschweige denn seine Beute jagen.

Die Tiere können nicht zu Fuss durch Kontinente, über Hochgebirge und Ozeane ins Zweistromland kommen. Unabhängig von Höhe und Dauer einer weltweiten Sintflut haben zur gleichen Zeit die „Könige fremder Länder“ in Ägypten, die Chang-Dynastie in China und die Jömon Kultur in Japan regiert. Die Caral Kultur in Peru an der Pazifikküste bestand bereits seit 1000 Jahren, blieb ebenfalls von der Flut verschont und kein Bibelschreiber hat jemals in seinem Leben davon etwas gehört. Ebenso sind im Norden Europas und Amerikas die Nomaden wie Eskimos und Indianer weiter auf die Jagd gegangen, die Eiskappen der Pole und die 3 km dicken Gletscher sind nicht im Wasser geschmolzen und aufgeschwommen. Das Reich der Hethiter mit Hattuscha als Hauptstadt nahe Ankara existierte in der Zeit von 1800 B.C. bis 1200 B.C., hat auch die Sintflut unbeschadet überlebt und lag als Verbündete der Pharaonen im gleichen geopolitischen Raum.

Nach der Sintflut sind die gigantischen Salzwassermengen spurlos verschwunden, was bei einer Erde als Kugel nur ein Wunder bewirkt. Die von Noah ausgeschickte Taube kam nach Tagen mit einem frischen Olivenzweig zurück, offensichtlich der schnell wachsende Baum, der anstelle von Jahren nur einige Tage braucht und auch auf etwa 2000 m Höhe wächst. Obwohl auf den verschlammten Salzböden der Erde auf Jahre nur Schafgarbe und Strandhafer wachsen kann, haben Millionen von Tieren den Heimweg über Kontinente und Weltmeere bewältigt und sind weder verhungert noch verdurstet.

Geschichte und Realität
Dazu kommen alle unsere festen Zeitwerte und Bezugspunkte ins Wanken. Die Sonne mit 1,3 Millionen km Durchmesser in 150 Millionen km Entfernung strahlt gigantische 4,2 Millionen Tonnen Masse pro Sekunde ins Weltall und zieht gleichzeitig stellaren Staub an. Die Bahnen der Planeten ändern sich minimal. Die Rotation der Erde wird durch Reibung von Luft und Wasser langsamer, wenn auch nur um etwa 1,5 Millisekunden in 100 Jahren. In der Frühzeit des Devon hatte ein Erdentag um 21 Stunden bei weit über 400 Tagen im Jahr. Unser Mond vergrössert seine 384.400 km mittlere Erdentfernung jährlich um 38 mm, in der Frühzeit stand er doppelt so gross am Himmel, in ferner Zukunft wird er bei einem 40 Stunden Erdentag nahezu fest am Himmel stehen. Gezeiten gibt es dann nicht mehr und die runde Erde wird zur ovalen Kartoffel. Nach dem Ende der Kernverschmelzung mit derzeit 73% Wasserstoff im Sonnenofen wird sie in etwa 4,5 Milliarden Jahren zum roten Riesen, dehnt sich über die Erdenbahn hinaus aus, bevor sie zusammen mit einigen ihrer Planeten als weisser Zwerg mit unvorstellbarer Dichte endet.

Frühzeitdatierungen sind schwierig, man kann nicht wie Bischof Ussher in einem falschen Kalender zurückblättern um Frühgeschichte zeitlich einzuordnen. Damals hatte jede Kultur ihre eigene Zeitrechnung, selbst die von Sparta und Athen unterschieden sich gravierend um bis zu einem Monat pro Jahr und wurde willkürlich angepasst. Die zeitliche Einordnung alter Dokumente ist nur sinnvoll, wenn der Ort der Aufzeichnung mit den jeweiligen Zeitangaben bekannt und diese willkürliche Skala an astronomischen oder zeitlich gesicherten Fakten zu eichen ist.

Jesus kam noch vor dem Jahre 4 B.C. lange vor seiner biblischen Geburt (Matt-2:1) im Jahr NULL zur Welt, sein Lebensweg passt nicht in die Regentschaft des Herodes unter Kaiser Augustus. Die endet mit dessen Tod 4 B.C. als Jesus mit Vater Joseph bereits in Ägypten ist. Der Sohn Herodes-Antipas regierte danach als „tetrarch“ nur Gallilea und die Westbank bis zu seiner Verbannung nach Lyon in Gallien im Jahr 37 A.C. Um das Jahr 34 A.C. heiratet er seine verwitwete Schwägerin Herodias, deren Intrigen ihm alsbald den Thron kosten. Herodes-Antipas kommt in der Bibel gar nicht vor. Der dritte Sohn des Herodes, Archelaus (Matt 2:22), wird nur nationaler Führer (ethnarch) von Samara und Judäa mit Bethlehem und wird wegen Unfähigkeit schon im Jahr 6 A.C. nach Vienne in Gallien verbannt. Diese Zeitangaben aus römischen Quellen sind im Gegensatz zur Bibel relativ zuverlässig.

Nur wem Gott seine Erleuchtung als Gnade gewährte, der kann genaue Kenntnis erlangen. Wegen Interpretationen vielfach manipulierter Bibeltexte, fahrlässigem Umgang mit Fakten und Naturgesetzen sowie der Ausgrenzung aller Nichtgläubigen ist die Pseudowissenschaft des „Intelligent Design“ nichts als ein Wettbewerb absurder Spinnereien. Die Anzahl verschiedener kreationistischer Argumente ist nur begrenzt durch die Anzahl der teilnehmenden Spinner. Allerdings behält sich besonders die römische Kirche die wahre Auslegung von Fakten vor und vermeidet so gefährliche Diskussionen und Fragen. Deswegen wird ab 1999 Exorzismus nach “De Exorcismis et Supplicationibus Quibusdam“ gelehrt, der beste Teilnehmer überwacht dann das 300 Jahre gültige Verbot der Kirche die Gabel als reines Teufelswerk zu benutzen

H.Goerke

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